Montag, 17. Mai 2021
10.04.2021 08:08
Klimawandel

Pflanzen können nicht mehr alles Kohlendioxid aufnehmen

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Von: sda

Im Frühling zeigen sich immer mehr Pflanzen in sattem Grün. Durch den Farbstoff sind Blätter in der Lage, mit steigender Menge an Kohlendioxid mehr davon aus der Luft zu binden. Doch der sogenannte Düngeeffekt des Treibhausgases verringert sich bereits.

Pflanzen nehmen mit zunehmenden Kohlendioxidgehalt der Luft auch mehr von dem Treibhausgas auf. Kohlendioxid (CO2) habe quasi einen düngenden Effekt auf die Pflanzen, doch dieser werde nun kleiner, berichtet die Universität Augsburg. In den vergangenen vier Jahrzehnten habe ein internationales Team einen Rückgang um etwa 30 Prozent dieses Düngeeffekts beobachtet.

Bei der Photosynthese verwandeln die Pflanzen CO2 aus der Luft mit Hilfe von Sonnenlicht in energiereiche Biomoleküle. Sie binden also einen Teil der menschengemachten CO2-Emissionen. Die Photosynthese wird verstärkt, wenn mehr CO2 in der Luft ist. Durch diesen Düngeeffekt kann der Klimawandel gebremst werden. Doch nach Satellitenbeobachtungen der Forscher nimmt dieser Verstärkungseffekt seit den 1980er Jahren weltweit ab. Die Gründe seien schwer zu erfassen, heisst es in der Pressemitteilung.

«Pflanzen brauchen ein ausgewogenes Verhältnis von CO2, Wasser und anderen wichtigen Nährstoffen, um zu wachsen», erklärte Daniel Goll von der Universität Augsburg in der Mitteilung der Hochschule. Die CO2-Konzentration nehme zwar zu, aber nicht Wasser und Nährstoffe. Vermutlich könnten die Pflanzen die hohe Konzentration des Gases deshalb nicht für sich nutzen.

Das könne auch Folgen für die Wirkung einiger Klimaschutzstrategien haben wie das Aufforsten von Wäldern, erklärt einer der Leitautoren der Studie, Yongguang Zhang von der Universität Nanjing in China.

Die Gesellschaft müsse somit noch mehr auf andere Strategien setzen, um die Emissionen der Treibhausgase zu reduzieren, fordern die Wissenschaftler aus Augsburg. Die Studie wurde im Fachjournal «Science» veröffentlicht.

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19 Responses

  1. Lest den Artikel genau. „Vermutlich könnten die Pflanzen die hohe Konzentration des Gases deshalb nicht für sich nutzen.“ Das ist nicht Wissenschaft. Die „Wissenschaftler“ werden dafür bezahlt, Panik zu machen. Da läuft etwas grundlegend schief.

  2. Erinnere mich gut an die CO2 Begasungsversuche vor 40 Jahren. Die sehr hohe CO2 Konzentration bewirkte ein deutlich besseres Wachstum. Diese Versuche wurden oft wiederholt und die Ergebnisse waren immer dieselben.
    Warum die heutige Forschung nicht die gleichen Ergebnisse ergeben kann nur mit einem zum voraus bestellten Ergebnis begründet werden. Die selektive Ausrichtung von Forschungsgeldern wirkt…

    1. Gib einer Pflanze zuviel Wasser, sie wird ertrinken.

      CO2, Wasser, Nährstoffe, die müssen eben doch zueinander passen.

      Ja, mit mehr CO2 kann eine Pflanze besser wachsen, wenn sie auch genug Wasser und Nährstoffe bekommt.

      Doch durch die Hitze fehlt unserem Wald das Wasser. UPS!

      1. Es hat immer noch zu wenig CO2 in der Luft für ein ideales Pflanzenwachstum. Wenn eine trockene Pflanze bewässert wird, ertrinkt sie nicht, sondern bringt viel mehr Ertrag.

  3. Mit zunehmender Temperatur sinkt die Löslichkeit von CO2 gegenüber der von O2. Die Pflanze nimmt vermehrt und „fälschlicherweise“ O2 auf und gibt im Verhältnis mehr CO2 aus ihrer eigenen Atmung ab, die Nettobilanz sinkt. Ein Fakt, dem man sich besonders in der Landwirtschaft mal endlich stellen könnte.

    1. Es ist im Gegenteil so, dass durch den höheren CO2-Gehalt der Luft, die Pflanzen weniger Wasser verlieren, weil sie ihre Öffnungen zur Aufnahme von CO2 kürzere Zeit öffnen müssen, um den Bedarf zu decken als bei niedrigerem CO2-Gehalt. Wir haben gegenwärtig einen Mangel an CO2. Früher war der CO2-Gehalt der Luft teilweise 4 bis 5 mal höher (2000 ppm).

      1. Lieber Beat,
        mit dieser Aussage bestätigst du die in diesem Artikel gemachten Angaben, dass die Pflanzen das höhere CO2-Angebot gar nicht mehr verwerten können. Gleichzeitig wiederlegst du deine immer wieder geäusserte Ansicht, dass ein immer höherer CO2-Gehalt der Luft praktisch einen linearen Anstieg der Fotosynthese ergibt! Danke für deine Einsicht! 😉
        Was viele Bauern schon lange wissen: In der freien Natur läuft’s halt manchmal ein bisschen anders als in irgend einem Artikel im Internet!

        1. Die Pflanzen können auch nicht alles Wasser und alle Nährstoffe verwerten. Müssen sie auch nicht. Sie müssen nicht alles CO2 verwerten. Diese Wissenschaft, die CO2 als etwas schädliches hinstellen will ist reine Auftragswissenschaft. Es muss als Ergebnis herauskommen, dass CO2 schädlich ist. Deshalb sollten wir vor allem auf die möglichst unabhängigen Forscher (meist Pensionierte) hören. Das gleiche gilt auch für Covid-19 oder andere – von der Hochfinanz gepuschte und finanzierte – Panikmachen.

  4. Seit 1882 ist die Grünfläche weltweit um die 500fache Fläche der Schweiz gewachsen (20 Mio. km2). Das Wachstum der Grünfläche wird hauptsächlich mit dem erhöhten CO2-Gehalt der Luft begründet. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-macht-die-welt-gruener-a-1089850.html
    Hört euch Patrick Moore, ex Greenpeace Chef oder William Harper, Trump Berater, über den Mangel an CO2 an.

      1. Ausgewiesener CO2-Experte? Dieser Typ hat sich in Atomphysik und Optik spezialisiert. Das macht ihn natürlich in Beats Augen zum ultimativen CO2-Experten. Ich denke, da hat sich Beat wohl wieder einmal mehr (auch ohne Maske) zu viel CO2 reingezogen.

  5. Wir atmen Luft aus, die 4% CO2 enthält (100x mehr als die normale Luft). Wenn wir Masken tragen, atmen wir also 100 x mehr CO2 ein, als ohne Maske.Was für eine Folter und Qual. Wo bleibt der Aufschrei? Umwelt und Pflanzen sind für die „bezahlte Wissenschaft“ wichtiger als der Mensch, seine Freiheit und Gesundheit.

    1. Ich würde dir empfehlen etwas an deiner Atemtechnik zu arbeiten: schön tief ein- und ausatmen! Und nicht hyperventilieren!
      So bekommst auch du mit Maske genug Sauerstoff. 😉

      1. Findest du das nicht stossend und unbegreiflich, dass die Menschen gezwungen werden 100x mehr CO2 einzuatmen und kaum jemand wehrt sich dagegen und das Anliegen ist kaum eine Meldung wert? Wenn aber der CO2-Gehalt der Luft bei – mit Tausenden Jahren veglichen – niedrigen 400 ppm liegt, wird über diese scheinbare Problematik politisiert. Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit?

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