18.05.2018 16:14
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Agroscope
«Resultate wichtiger als Standort»
Bundesrat Schneider-Ammann hat am Freitag den externen Projekt-Ausschuss zu Agroscope zu einer zweiten Konsultations-Sitzung empfangen. Mit dem Projekt will der Bundesrat den Weg der Stärkung von Agroscope weiterführen und aus den neuen Sparvorgaben ein Zukunftsprojekt machen. Agroscope droht eine weitere Restrukturierung.

Der Bundesrat wolle aus den neue Sparvorgaben ein Zukunftsprojekt machen, heisst es in einer Mitteilung des WBF. Der Weg der Stärkung von Agroscope solle weitergeführt werden.

Branche auf Forrschung angewiesen

Der externe Projektausschuss besteht aus Vertretern von Kantonen, Wissenschaft und Landwirtschaft. Bundesrat Johann Schneider-Ammann betonte an der zweiten Sitzung, dass die Stärkung der landwirtschaftlichen Forschung und die Sicherung von Agroscope als eigenständiges Ressort-Forschungsinstitut das primäre Ziel des Zukunftsprojekts sei. Im Zentrum stehe die Amortisation zukunftsweisender Investitionen durch die Reduktion der heutigen hohen Infrastrukturkosten und die Überprüfung und Fokussierung des Aufgaben-Portfolios, heisst es in der Mitteilung.

Die Diskussion habe gezeigt, dass sowohl aus finanzieller als auch aus fachlicher Sicht eine Konsolidierung sinnvoll sei. Insbesondere die Branchen betonten, dass sie auf die Unterstützung und die Resultate der Agrarforschung angewiesen sind. Resultate seien wichtiger als der Standort ihrer Erarbeitung, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Branche seien überzeugt, dass ein Campus die Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen begünstige. Einige Teilnehmende sorgten sich laut Mitteilung um den Fortbestand der wissenschaftlichen Netzwerke und um den Verlust der bestehenden Standorte in ihren Kantonen. Diesen Bedenken werde zu gegebener Zeit Rechnung getragen, heisst es von Seiten des WBF.

20 Prozent des Budgets einzusparen

Agroscope, die landwirtschaftliche Forschungsanstalt des Bundes, soll sich auf spezialisierte Forschung konzentrieren und die Betriebskosten reduzieren. Überprüft und festgelegt werden soll, welche Leistungen von Agroscope künftig Dritte anbieten sollen und wo die Forschungsanstalt ihre eigenen Prioritäten setzt. Geplant ist auch, die internationale Zusammenarbeit zu verstärken.

Angestrebt wird, etwa 20 Prozent des Budgets von Agroscope einzusparen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mitteilte. Vor allem sollen die Betriebskosten gesenkt werden. Das bedingt einen Stellenabbau. Die Reform soll dank Fluktuationen, der für die Umsetzung vorgesehenen Zeitspanne von zehn Jahren und neuen Aktivitäten mit Geldern von Dritten sozialverträglich sein. Und es soll investiert werden - Agroscope soll eine moderne und den Aufgaben entsprechende Forschungsausstattung erhalten.

Geplant ist eine Konzentration am Standort Posieux FR, mit mehreren Versuchsstationen. Entscheiden will der Bundesrat im Lauf des Sommers 2018.

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