29.03.2018 08:06
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Von Stroh zu Bioöl: Neue Testanlage
In der Forschung zur Herstellung von Biokraftstoffen hat das EU-geförderte Projekt BioMates mit einer funktionalen Testanlage zur Verarbeitung von Stroh und Nicht-Nahrungsmittelpflanzen zu Bioöl einen wichtigen Fortschritt erzielt.

Auch Einsatzmöglichkeiten in konventionellen Raffinerien seien bereits identifiziert, teilte das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) am vergangenen Woche mit. 

Künftig sollen aus lignocellulosehaltiger Biomasse im Demonstrationsmassstab Kraftstoffe hergestellt werden. Das Projekt bildet nach Angaben seiner Betreiber einen Grundstein, um mittelfristig Zwischenprodukte aus Holz und holzartigen Reststoffen sowie Agrarprodukten wie Stroh und Gräsern zu produzieren, die verlässliche Stoffeigenschaften aufweisen und für den hochsensiblen Erdöl-Raffinerieprozess geeignet sind. 

Letztlich lasse sich durch diesen erneuerbaren Einsatzstoff Hybridkraftstoff mit bis zu 30% Bioanteil erzeugen, der messbar weniger fossiles CO2 emittiere als vergleichbare herkömmliche Kraftstoffe. Bei der Gewinnung des Bioöls könne gewährleistet werden, dass die zur Einspeisung in den Raffinerieprozess wichtigen Stoffeigenschaften wie beispielsweise die Säurezahl sowie der Sauerstoff- und Schwefelgehalt trotz schwankender Stoffeigenschaften jederzeit die vorgegebenen Werte einhielten. 

Zum internationalen Verbund der Projektpartner gehören unter anderem auch das Centre for Research & Technology Hellas sowie die Prager Universität für Chemie und Technologie.

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