27.06.2020 14:48
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Wurzelsystem von Weizen erforschen
Die Ursachen des Ertragsrückgangs bei wiederholtem Weizenanbau am selben Standort stehen im Fokus des neuen Projekts „RhizoWheat“, das derzeit gemeinsam von der Universität Kiel, dem Forschungszentrum Jülich, dem Verein der Zuckerindustrie (VdZ) und dem Julius Kühn-Institut (JKI) durchgeführt wird.

Wie die Hochschule Kiel hierzu weiter mitteilte, untersuchen die Wissenschaftler den Wurzelbereich des Weizens, dessen Mikrobiom sich laut bereits vorliegenden Forschungsergebnissen durch erneuten Weizenanbau verändern kann.

Das könne zu einer schlechteren Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen führen. Im Vorhaben gehe es darum, ein besseres Verständnis für den Zusammenhang von Vorfrucht, Umwelteinflüssen und dem Mikrobiom im Boden zu entwickeln. Dadurch wären Funktionsstörungen des Wurzelsystems und Ertragsrückgänge besser zu erklären und könnten besser vorhergesagt werden, erklärte die Hochschule.

Zudem stelle die Identifizierung potentiell fördernder oder schädlicher Leitmikroorganismen und deren Anwendung zur gezielten Beeinflussung des Mikrobioms ein wichtiges Ziel des Projekts dar. Dieses ist im vergangenen März gestartet und soll bis Februar 2024 laufen. Das deutsche Forschungsministerium fördert das Vorhaben mit insgesamt 2,7 Mio. Euro (2,9 Mio. Fr.).

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE