1.12.2015 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Bio Suisse
Bio-Futtermittel nur noch aus Europa
Bio Suisse will kein Knospe-Futter mehr aus Übersee. Wie aus einer Mitteilung hervor geht, soll ab 2019 sämtliches Bio-Futtermittel aus Europa stammen.

Produzenten, Mischfutterhersteller, Importeure und der Detailhandel hätten sich auf die Vereinbarung «Knospe-Futtermittel aus Europa» geeinigt. Damit soll die Importpolitik von Bio Suisse konsequenter umgesetzt werden. Diese besagt, dass Knospe-Importe aus dem nahe gelegenen Ausland den Vorrang haben.
 
Die neue Regelung betrifft hauptsächlich Soja. Der Import dieses wichtigen Proteinträgers führte in den letzten Jahren zu einer immer stärkeren Abhängigkeit von China, von wo im Jahr 2014 70 Prozent des Sojas stammte. Ab 2017 muss der Anteil von Europa-Soja mindestens 40 Prozent und ab 2018 mindestens 70 Prozent betragen. Ab 2019 muss dann sämtliches importiertes Knospe-Futtermittel aus europäischem Anbau stammen. Die neue Branchen-vereinbarung ersetzt das bisher geltende Reglement zur Reduktion von Sojaimporten aus China.
 
Der Sojabedarf in der Schweiz übersteigt zurzeit die Verfügbarkeit von Knospe-Soja aus Europa. Die europäische Produktion soll deshalb weiter ausgebaut werden. Aus diesem Grund fördert das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Ländern Osteuropas den Soja-Anbau.
 
Die neue Vereinbarung entspricht auch den Erwartungen der Konsumenten, welche die Glaubwürdigkeit der Bio-Fütterung mit Futtermitteln aus Übersee zunehmend infrage stellen.

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