15.08.2018 18:13
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Basel-Land
BL: Maiswurzelbohrer entdeckt
Auch im Kanton Baselland wurde der Maiswurzelbohrer entdeckt. Die Behörden haben Massnahmen gegen den Schädling verfügt.

Nachdem der Maiswurzelbohrer bereits in den Kantonen Basel-Stadt, Aargau, Solothurn und Jura auftrat, wurde der Schädling auch im Kanton Basel-Landschaft nachgewiesen. Der Ebenrain, das für Landwirtschaft, Natur und Ernährung, verfügt in Abstimmung mit dem Bund per sofort den gesamten Kanton Basel-Landschaft als Kernzone für Maiswurzelbohrer. Bis zum 30. September darf kein frischer Mais aus dem Kantonsgebiet hinaustransportiert werden. Bauern müssen Land- und Erntemaschinen reinigen, wenn sie die Kernzone verlassen. Zudem dürfen sie im nächsten Jahr keinen Mais auf Parzellen anbauen, wo bereits heuer Mais stand. 

Der Maiswurzelbohrer könne grosse Schäden am Mais anrichten, schreibt der Ebenrain in einer Mitteilung. Das Insekt legt im August und September Eier in den Boden ab. Im Mai schlüpfen die Larven aus, suchen sich Maispflanzen und fressen die Wurzeln. Die Maispflanze fällt um oder stirbt ab. Die Einschleppung und Ausbreitung des Maiswurzelbohrers in der ganzen Schweiz sei zu verhindern, heisst es weiter. 

Der Maiswurzelbohrer ist gemäss Behördenangaben dann eine grosse Gefahr, wenn Mais auf Mais angebaut wird, so wie das in Deutschland und Frankreich häufig praktiziert wird. Wichtigste präventive Massnahme ist gemäss Ebenrain die Einhaltung von Fruchtfolgevorschriften. Mit dieser könne die Ausbreitung des Maiswurzelbohrers ohne Pestizideinsatz verhindert werden. In der Schweiz ist für die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers kein Insektizid zugelassen

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