7.12.2018 10:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Deutlich weniger Silomais
Die Trockenheit und die insgesamt schwierigen Anbaubedingungen in vielen Regionen Deutschlands haben sich 2018 massiv bei den Ernteergebnissen von Silomais niedergeschlagen.

Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) vergangene Woche unter Berufung auf vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) berichtete, ernteten die Landwirte im Durchschnitt lediglich 342,7 dt/ha. Das waren fast 28% weniger als im Vorjahr, in dem allerdings auch „hervorragende“ Bedingungen geherrscht hätten.

Aber auch gegenüber dem fünfjährigen Mittel betrage der Rückgang noch gut 22%. Unter 400 dt/ha sei der Ertrag in diesem Jahrtausend lediglich in den ebenfalls witterungsbedingt schwierigeren Jahren 2013 mit 389,7 dt/ha, 2010 mit 393,8 dt/ha und 2006 mit 394 dt/ha geblieben. Im Ländervergleich erzielten die Landwirte in Bayern 2018 dem DMK zufolge mit 438,8 dt/ha den höchsten Durchschnittsertrag. Dahinter folgte Baden-Württemberg mit 430,8 dt/ha. In allen anderen Regionen blieben die Werte laut Komitee unter 400 dt/ha. 

Besonders wenig Silomais hätten die Landwirte in den östlichen Bundesländern eingefahren, die vielfach nicht nur von Trockenheit, sondern auch extremen Problemen bei der Aussaat betroffen gewesen seien. Als Beispiele nannte das DMK Sachsen-Anhalt mit 200,9 dt/ha, Brandenburg mit 205,5 dt/ha und Mecklenburg-Vorpommern mit 265,5 dt/ha. Die niedrigen Erträge hätten in Bezug auf die Erntemenge nicht durch die um 4,8% auf 2,20 Mio. ha gestiegene Anbaufläche kompensiert werden können. 

Die gesamte deutsche Erntemenge an Silomais sei somit von 99,47 Mio. t auf 77,22 Mio. t gesunken. Das habe in etwa dem Niveau von 2013 entsprochen. Beim Körnermais war der Rückgang dem Verband zufolge ähnlich drastisch. Der durchschnittliche Hektarertrag sei hiermit 75,3 dt/ha um 28% niedriger ausgefallen als 2017. Bei einer Anbaufläche von 410'900 ha habe die Gesamterntemenge um mehr als ein Viertel auf 3,33 Mio t abgenommen.

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