30.04.2017 16:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Maisfläche wird kleiner
Die Maisanbaufläche in Deutschland dürfte in diesem Jahr leicht sinken. Davon geht zumindest das Deutsche Maiskomitee (DMK) aus und bezieht sich dabei auf Ergebnisse einer von ihr beim Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage.

Gemäss den Plänen der insgesamt 2'340 befragten Landwirte wird die gesamte Produktionsfläche von Mais in diesem Jahr voraussichtlich bei 2,49 Mio. ha liegen. Das wären 73 300 ha oder 2,9% weniger als 2016.

42% Silomais

Der Rückgang erfolge in fast allen Bundesländern und reiche von 1% in Schleswig-Holstein bis zu 4,9% in Sachsen, teilte das DMK mit. Auch in den Produktionshochburgen Bayern und Niedersachsen sei mit geringeren Bestellflächen zu rechnen, die um 2% beziehungsweise 4,7% kleiner seien als im Vorjahr. Ihr Maisareal ausdehnen wollten lediglich die Bauern in Brandenburg und in Rheinland-Pfalz einschliesslich Saarland, und zwar um 1% beziehungsweise 2,1%.

Den Ergebnissen der Umfrage zufolge dürfte 2017 auf 1,049 Mio. ha oder 42% der Gesamtfläche Silomais zur Futtererzeugung angebaut werden, so das DMK. Der Anteil von Silomais für die Energieerzeugung dürfte mit 980'275 ha bei gut 39% liegen. Die Körnermaisproduktion sei auf 449'100 ha oder 18% des Gesamtareals geplant, wobei ein geringer Teil davon auch für die Biogaserzeugung genutzt werden könnte.

Zuckerrüben, Winterroggen, Winterweize

Wie laut DMK aus der Umfrage der Kleffmann Group weiter hervorgeht, werden in diesem Jahr viele Maisproduzenten noch nicht auf die veränderten Rahmenbedingungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reagieren. Insgesamt 58% der Anbauer von Mais zur Biogaserzeugung planten keine Veränderung ihres Anbauverhaltens. Rund 22% der Befragten seien sich über ihr Vorgehen noch nicht im Klaren gewesen. Die restlichen Erzeuger planten Umstrukturierungen.

Sollte Mais dabei durch andere Kulturpflanzen ersetzt werden, seien Zuckerrüben, Winterroggen, Winterweizen und Wintertriticale als häufigste Alternativen genannt worden, berichtete das Maiskomitee. Des Weiteren wollten einige Betriebe entweder die Maisanbaufläche für Biogas einschränken oder die Fläche zur Biogas-Substraterzeugung insgesamt reduzieren.

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