24.07.2019 12:16
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Freiburg
Dürre: Sofortmassnahmen für Bauern
Das heisse Wetter wird für die Bauern ein Problem. Die Dürre verstärkt sich. Der Kanton Freiburg erlaubt daher ab sofort die Weidenutzung von extensiven und wenig intensiv genutzten Wiesen. Auch die Vorschriften beim Raus werden gelockert.

In vielen Regionen der Schweiz ist viel zu trocken. Besonders betroffen ist die Landwirtschaft. Nach dem Kanton Waadt hat nun auch der Nachbarkanton Freiburg Sofortmassnahmen beschlossen.

Aufgrund der Dürre und im Sinne einer dringlichen Massnahme bewilligt das Amt für Landwirtschaft des Kantons Freiburg bereits ab dem 24. Juli anstatt wie üblich ab dem 1. September 2019 die Weidenutzung von extensiven und wenig intensiv genutzten Wiesen, von an Hecken angrenzenden Krautsäumen sowie von Uferwiesen.

Bevor die Landwirt diese Flächen nutzen wollen, müssen sie zuvor das kantonale Amt in Kenntnis setzen. Für die betroffenen Flächen muss ein Eintrag im Feld- oder Wiesenkalender gemacht werden. Die Vernetzungsverträge gelten weiterhin. Falls jemand laut Vertrag die 10% als Rückzugsstreifen auszäunen muss, bleibt diese Bestimmung auch im Falle einer Ausnahmebewilligung in Kraft.

Als zweite Massnahme wurden eine Lockerung der Bestimmungen beim Raus (Regelmässiger Auslauf im Freien) vorgenommen. In begründeten Fällen, wie aufgrund von Futtermangel, muss diese Bestimmung nicht erfüllt werden. Statt auf die Weide kann der Auslauf (26 Tage im Monat) auch im Laufhof erfolgen. Die Tage im Laufhof müssen im Auslaufjournal eingetragen und mit «Futtermangel» begründet werden.

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