4.03.2016 08:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Mais
EU: Körnermais wird meist verfüttert
In der Europäischen Union wandert Mais vor allem in den Futtertrog. Das geht aus einer Erhebung der European Confederation of Maize Producers (CEPM) hervor, auf die das Deutsche Maiskomitee (DMK) am vergangene Woche (24.2.) hingewiesen hat.

Demnach wurden im Durchschnitt der Jahre 2014 und 2015 rund drei Viertel des in den 28 EU-Mitgliedstaaten angebauten Körnermaises verfüttert. 16 Prozent gingen in die industrielle Verwertung. Der Mais finde dort unter anderem als Maisgriess und Maisstärke in der Lebensmittelwirtschaft oder als Rohstoff zur Herstellung von Kosmetika, Medikamenten, Papier oder Pappe Verwendung, erläuterte das DMK. Nur 8 Prozent würden indes zu Biokraftstoff verarbeitet.

Die Anbaufläche für Körnermais habe sich zur Ernte 2015 in der Summe der EU-Länder auf 9,2 Mio. ha belaufen. Dabei sei auf Rumänien knapp ein Drittel dieser Fläche entfallen, gefolgt von Frankreich mit 17%. Hinzu kamen laut DMK und CEPM etwa 6 Mio. ha, auf denen EU-weit Silomais angebaut wurden. Hier habe es Deutschland mit 34% auf den höchsten Anteil gebracht, noch vor Frankreich mit 24%.

Maissaatgut wurde nach Angaben der Verbände vor allem in Frankreich, Ungarn und Rumänien erzeugt. Etwa 80% der betreffenden Anbaufläche von 170'000 ha seien auf diese drei Nationen entfallen, wobei Frankreich mit 49% an erster Stelle gestanden habe. Zuckermais wurde laut Komitee EU-weit insgesamt auf 70'000 ha produziert, insbesondere in Ungarn und Frankreich.

Die gesamte Maisanbaufläche in der EU habe sich 2014/15 auf 15,44 Mio. ha belaufen, zitierte das DMK die CEPM-Statistik. Rechne man die Flächen in der Ukraine und Russland hinzu, ergebe sich eine Summe von insgesamt 24,44 Mio. ha. In diesen beiden Ländern seien zuletzt auf insgesamt rund 2 Mio ha Silomais und auf fast 7,0 Mio. ha Körnermais angebaut worden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE