3.11.2014 17:18
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE/blu
Mais
Feldhygiene reduziert Maiszünslerbefall
Das Mulchen von Maisstoppeln und Ernteresten trägt erheblich zur Feldhygiene bei und reduziert den Schädlingsbefall. In dieser Bewertung waren sich die rund 140 Teilnehmer des fünften Praktikertages einig, der vom Deutschen Maiskommitee (DMK) veranstaltet wurde.

Laut DMK zeigen aktuelle Erhebungen, dass in den letzten Jahren 80 bis hin zu 100 Prozent der untersuchten Maisflächen mit dem Maiszünsler befallen waren. Die Pflanzenschutzdienste Sachsens und Brandenburgs hätten dazu festgestellt, dass nur die Schaffung von unattraktiven Überwinterungsbedingungen die Ausgangspopulation für das nächste Jahr deutlich reduzieren könne. Dazu diene insbesondere das Zerquetschen und Aufspleissen von Maisstoppeln, damit Feuchtigkeit in die Stängel eindringen könne.

Hierzu sei es notwendig, Maisstroh und -stoppeln mit einem geeigneten Mulchgerät zu zerkleinern. Walter Schmidt vom sächsischen Landesamt wies darüber hinaus laut DMK darauf hin, dass eine nachfolgende halbkrumentiefe Einarbeitung einen schnellen biologischen Abbau der Erntereste durch Bodentiere fördere. Hierdurch werde unter anderem auch eine nachhaltige Minderung des Infektionspotentials für Ährenfusariosen im häufig nachfolgenden Winterweizen erreicht. Schmidt habe die Landwirte aufgefordert, konsequenter gering anfällige Sorten für den Weizenanbau zu wählen. Die Applikation von Fungiziden in der Weizenblüte könne nur eine ergänzende Massnahme sein.

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