20.11.2018 12:59
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Kartoffeln
Frühkartoffelkonzept bleibt bestehen
Das Frühkartoffelkonzept bleibt gleich wie in den Vorjahren. Es wurde von den Vertretern von Produktion und Handel genehmigt. Auch im nächsten Jahr ist das Ziel, eine bedarfsgerechte Anbauplanung für die neuerntigen Kartoffeln zu schaffen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer möglichst frühen Marktversorgung mit vorwiegend schalenfesten Kartoffeln aus der neuen Ernte.

Während der Übergangsphase von Lagerkartoffeln zu neuerntiger, inländischer Ware stellt die volle Versorgung des Marktes mit schalenfesten, inländischen festkochenden Kartoffeln (grüne Linie) jedes Jahr für die Branche eine grosse Herausforderung dar. Um den Markt möglichst früh mit Schweizer Frühkartoffeln bedienen zu können, sei es wichtig, in den frühen Gebieten auch frühreife

Kartoffelsorten anzubauen, schreibt swisspatat in einem Communiqué. Dank einer professionellen Planung und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit sei der Informationsaustausch auch in diesem Jahr positiv verlaufen.

Schalenlose Ware als Spezialität 

Schalenlose Frühkartoffeln der Sorten Lady Christl und Agata seien auch im aktuellen Jahr bei den Grossverteilern als Spezialität vermarktet worden. Dies habe sich bewährt und soll so weitergeführt werden. Das Marktpotenzial sei jedoch sehr beschränkt und die Artikelpflege in der Verkaufsstelle durch

die kurze Haltbarkeit aufwändig, schreibt swisspatat weiter. Die beiden Sorten sollen so früh wie möglich – und bis im Juli in vorwiegend schalenfester Qualität – in der braunen Verpackung angeboten werden. Anschliessend folgt die Ernte der frühreifen festkochenden Sorten, welche zuerst im braunen und später im grünen Beutel in den Verkauf kommen.

Meldewesen weiterhin wichtiges Instrument 

Das Meldewesen Frühkartoffeln der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen (SZG) liefert wichtige Informationen zur Erfassung der Angebotssituation und ist damit ein unverzichtbares Instrument. Die Frühkartoffelproduzenten müssen auch im 2019 ihre Meldungen zuverlässig und fristgerecht einreichen. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag an Frühkartoffelkampagne.

Bio-Frühkartoffeln 

Auch bei den Bio-Kartoffeln hat sich das Vermarktungskonzept bewährt. Dieses wird im 2019 unverändert weitergeführt. 

Anbauplanung 2019 zwingend mit Abnehmer absprechen 

Alterntige Ware der Ernte 2017 sei bis weit in den Frühling 2018 vorhanden gewesen. Die Vermarktung der Frühkartoffeln lief daher eher schleppend. Die Ernte 2018 ist gemäss der Lagererhebung per Ende Oktober erneut gut ausgefallen.

Swisspatat empfiehlt den Produzenten, sich mit ihren Abnehmern zu organisieren, damit eine gesunde Angebots- und Nachfragesituation im nächsten Frühling herrscht. Dies gilt sowohl für den konventionellen, wie auch für den Bio-Frühkartoffelanbau. Über den detaillierten Ablauf der Frühkartoffelkampagne und die Termine der Telefonkonferenzen informiert swisspatat wieder vor Beginn der Kampagne im Frühling 2019.


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