16.03.2019 09:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Wiesen
Futtergräser wenig frostempfindlich
Bei Mäuseschäden oder Lücken im Bestand sollte eine Übersaat zum frühstmöglichen Zeitpunkt (Boden abgetrocknet) durchgeführt werden. Die Technik spielt dabei nicht die wichtigste Rolle.

Entscheidend für den Erfolg einer Übersaat sind Lücken im Bestand sowie genug Feuchtigkeit nach dem Säen. Damit das Saatkorn guten Bodenkontakt hat, sollte man nach der Übersaat walzen.

Für die Mischungswahl ist der bestehende Bestand zu beurteilen. Den grössten Erfolg bringen Mischungen, die Futterpflanzen enthalten, die auch an den jeweiligen Standort und zur betriebsspezifischen Bewirtschaftung passen. Insbesondere ist zu beurteilen, ob der Standort raigrasfähig ist. Eine Übersaat lohnt sich nur, wenn noch mindestens 15 Prozent erwünschte Gräser (Raigräser, Knaulgras, Timothe, Wiesenrispengras und Wiesenfuchsschwanz), gleichmässig verteilt, vorliegen.

Lückige Bestände müssen zu 50 Prozent den Boden bedecken. Ist das nicht der Fall, ist eine Neuansaat die bessere Lösung. Keinen Stickstoff vor, nach und zur Übersaat! Er fördert die bestehende Vegetation und nicht die Übersaat. Die regelmässige Wiederholung der Übersaat bringt besseren Erfolg. Eine frühe Nutzung hat den Vorteil, dass die Keimlinge wieder Licht bekommen und optimal wachsen können. 

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