22.05.2018 09:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Futterknappheit wegen Trockenheit
Angesichts der ungewöhnlich frühen Trockenheit in diesem Jahr hat die Landwirtschaftskammer Österreich an die Politik appelliert, Flächen mit Nutzungseinschränkungen für die Fütterung der Tiere zuzulassen.

„Die EU-Agrarpolitik und das österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL) schreiben für bestimmte Flächen Nutzungseinschränkungen vor. In aussergewöhnlichen Notfällen - wie jetzt - sollte man diese Flächen durch eine nationale Entscheidung für die Verfütterung freigeben“, forderte der neue Kammerpräsident Josef Moosbrugger am vergangenen Donnerstag in Wien. 

Unter dem Motto „Wer schnell hilft, hilft doppelt“ müsse die Politik den betroffenen Betrieben klar signalisieren, dass diese mit den Folgen des Klimawandels nicht allein gelassen würden. Moosbrugger stellte klar, dass der Naturschutz und die Biodiversität eine hohe Priorität hätten. In Extremsituationen wie der aktuellen Trockenheit sei aber der Notlage der betroffenen Bauern und ihrer Tiere eine zumindest gleich grosse Beachtung zu schenken. 

Dem Kammerpräsidenten zufolge fehlen besonders im Norden und Osten Österreichs seit Monaten wirksame Niederschläge. Erschwerend sei dazugekommen, dass bereits im April die 30-Grad-Marke erreicht worden sei. Die fehlenden Niederschläge und die aussergewöhnlich früh auftretende Hitze hätten dazu geführt, dass sich Wiesen und Weiden als Futterflächen für die Tiere nur unzureichend entwickelt hätten. Daher fehle es den Betrieben derzeit an hofeigenem Futter, das sie in der Tierhaltung für die Milch- und Fleischproduktion dringend brauchten.

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