5.04.2017 09:53
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Silieren
Gras mähen, wenn Löwenzahn blüht
Bald schon wird in tiefen Lagen der erste Schnitt einsiliert. Wichtig ist, dass das Gras gut angewelkt wird.

Wenn der Frühling weiter warmes Wetter bringt, werden in den nächsten Wochen in den frühen Lagen die ersten Parzellen gemäht. Es lohnt sich, schon jetzt ans Silieren zu denken. Wenn es erst einmal losgeht, hat man meist nicht mehr viel Zeit. Der erste Schnitt erfolgt im Stadium Beginn Rispenschieben der Gräser beziehungsweise in der Vollblüte von Löwenzahn. Die folgenden Schnitte sind danach im Abstand von vier bis fünf Wochen zu silieren.

Der optimale Anwelkgrad liegt zwischen 35 und 45 Prozent Trockensubstanz (TS). Mit dem Anwelken des Futters werden die Lebensbedingungen für die Milchsäurebakterien verbessert und diejenigen der Gärschädlinge verschlechtert. Enthält das Futter zu wenig Zucker, verhungern die Milchsäurebakterien, bevor das Gras genügend angesäuert wurde. Der pH-Wert sinkt nicht genügend stark ab, das Nachgärrisiko steigt.

Silos sollten frühestens vier bis sechs Wochen nach dem Einsilieren geöffnet werden. Die Entnahmeschicht im Hochsilo mit Silofräse sollte  im Sommer mindestens 10 bis 20cm betragen. 

Sauber mähen und genügend verdichten

Mit guten Grassilagen kann bis zu 1kg Kraftfutter pro Kuh und Tag eingespart werden. Doch Konservieren bedeutet immer einen Verlust von Qualität gegenüber dem Ausgangsbestand. Auch sind die Kosten fürs Silieren hoch, und sie werden nicht geringer, wenn das zu konservierende Futter schon von minderer Qualität ist. So ist es nur richtig, dass dem Einsatz der Maschinen zum Mähen, Zetten und Schwaden die notwendige Beachtung geschenkt wird. Schnitthöhe (Mähtiefe 5 bis 7cm über Boden) und Maschineneinstellungen sind entscheidend, um die Verschmutzung des Futters (Rohaschegehalt) zu reduzieren. Mit der Erde gelangen Buttersäurebakterien in den Silo, welche für die Fehlgärungen verantwortlich sind. Das Walzgewicht sollte beim Fahrsilo einem Drittel der angelieferten Frischmasse je Stunde entsprechen, um eine genügend grosse Verdichtung zu erreichen. Nur so ist die Silage bei aeroben Bedingungen über mehrere Tage stabil. sum

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