Donnerstag, 1. Dezember 2022
07.09.2022 16:30
Futterbau

Jedes Korn mindestens vierteln

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Von: sum

Je trockener der Mais, desto kürzer muss er gehäckselt werden. Sonst ist die Verdichtung nicht gewährleistet.

Dürregeschädigter Mais wurde vielerorts schon siliert, und auch auf den Feldern, die weniger unter Wassermangel litten, läuft die Silomaisernte. Entscheidend für Silier- und Fütterungserfolg sind die richtige Häcksellänge und die Kornzerkleinerung.

Häcksellänge: 5 und 10mm

Die optimale Einstellung liegt dabei zwischen 5 und 10mm Häcksellänge. Je trockener das Erntegut, desto kürzer sollte gehäckselt werden. Zu lang und eher trocken gehäckselte Maissilagen zeigen häufig eine schlechtere Verdichtung. Dadurch kann nach der Öffnung des Silos leichter Sauerstoff die Silage durchdringen, und Hefen können sich vermehren. Angst vor zu wenig Faserwirkung der kurz gehäckselten Silage muss man keine haben. Partikel bis zu 4mm Länge gelten noch als faserwirksam.

Die Maiskörner müssen ausreichend zerkleinert sein. Jedes Korn sollte mindestens geviertelt oder noch kleiner aufbereitet werden. Die Hülle des Maiskorns ist nahezu unverdaulich und schützt die im Korn enthaltene Stärke vor der Verdauung. Die Zerkleinerung dient dem Aufschluss der Stärke aus dem Korn. Zusätzlich erhöht sich auch die Stärkeverdaulichkeit während der Silierung.

Nacherwärmung beachten

Häcksellänge und Kornzerkleinerung sollten am Tag der Ernte kontrolliert werden. Für eine Überprüfung der Häcksellänge ist die Schüttelbox geeignet. Sie zeigt, wie lang die Partikel sind. Dabei gilt: 45 bis 50 Prozent der Partikel sollten eine Länge von 8 bis 18mm aufweisen, 20 bis 30 Prozent der Partikel 4 bis 8mm lang sein. Die Kornzerkleinerung kann mittels Wassertest sichtbar gemacht werden. Dazu eine grosse Handvoll Maissilage in einen 10-Liter-Eimer Wasser geben. Das Erntegut umrühren und dann das oben schwimmende Material entfernen. Die schweren Maiskörner setzen sich am Boden ab. Das Wasser vorsichtig abgiessen oder durch ein Sieb geben. Die Körner bleiben übrig und können begutachtet und die Einstellung des Korn-Crackers kann korrigiert werden. 

Nacherwärmung ist in Maissilagen ein Problem. Gerade in heissen Jahren ist der Besatz an Milchsäurebakterien sehr gering. Sie können nicht genug Milchsäure produzieren, um den pH-Wert der Silage zu senken. Darum können sich die Hefen nach der Öffnung leichter vermehren. Der erhöhte Besatz beschleunigt diesen Prozess. Darum ist der Einsatz eines Siliermittels unbedingt zu empfehlen.  

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