22.08.2018 09:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Raufutter
Konventionelles Heu für Biokühe
Bedingt durch die Trockenheit wird das Futter auf vielen Betrieben knapp. Betroffene Biobetriebe sollen wenn möglich Biofutter zukaufen. Die Regelung, dass Wiederkäuer mindestens 90 Prozent Knospe-Futter fressen müssen, wird laut bioaktuell.ch aber temporär aufgehoben.

2018 darf der Anteil an EU-Bioraufutter ohne Ausnahmebewilligung höher als 10 Prozent sein. Bei nachgewiesenen Futterertragsverlusten aufgrund aussergewöhnlicher Witterungsverhältnisse können Biobetriebe bei den Kontrollstellen eine Ausnahmebewilligung für den Zukauf von konventionellem Raufutter beantragen, sofern kein (inländisches) Biofutter verfügbar ist. 

Dabei darf nur Futter durch solches der gleichen Kategorie ersetzt werden. Die von kantonalen Landwirtschaftsämtern beschlossenen Sofortmassnahmen gelten auch für Biobetriebe. Unter anderem können in diesen Kantonen die ausserordentlichen Futterzukäufe in der Nährstoff- und Futterbilanz korrigiert werden, Raus-Anforderungen werden befristet gelockert, oder der Wiesen- und Weidefutteranteil beim GMF-Programm muss nicht mehr eingehalten werden. 

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