30.07.2017 14:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Mais
Mais: Gute Untersaat hat Vorteile
Eine gute Untersaat im Mais kann sowohl die Bodenstruktur als auch die Befahrbarkeit zur Ernte verbessern, insbesondere bei schlechtem Wetter.

Gelingt die Untersaat hingegen schlecht, steht sie mit dem Mais in Konkurrenz, ohne ihre positiven Effekte zeigen zu können, und wirkt sich somit nachteilig aus. Zu diesem Schluss kamen die rund 70 Maisexperten, die in der vorvergangenen Woche in Bremen und Stapel anlässlich der Pflanzenschutztagung des Deutschen Maiskomitees (DMK) zusammentrafen. Bei der Exkursion zu den Versuchsfeldern der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Stapel präsentierte Kammervertreter Heinrich Romundt die angelegten Versuche. Deutliche Unterschiede waren nach DMK-Angaben dabei zwischen den eingesetzten Gräsern und den verwendeten Maissorten zu erkennen. So hätten Pflanzen mit steilerer Blattstellung aufgrund des höheren Lichteinfalles zwischen die Maisreihen die Entwicklung der Untersaat begünstigt.

Wie das Komitee Günter Klingenhagen von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zitierte, liegt bei der Aussaat von Grasuntersaaten der Saatgutbedarf bei großflächiger Ausbringung bei rund 20 kg/ha. Bei einer gezielten Ausbringung zwischen die Reihen reduziere sich die benötigte Menge auf 10 kg bis 15 kg je Hektar. Entscheidend für die Entwicklung der Untersaaten seien indes ausreichende Niederschläge. So habe sich gezeigt, dass die Entwicklung bei Sommertrockenheit eingeschränkt ausfalle. Durch eine Zerkleinerung der Maisstoppeln nach der Ernte werde das Wachstum der Grasreihen zusätzlich angeregt. Die Untersaat sollte im folgenden März untergepflügt werden. Dann sei das Gras bis zur Nmin-Untersuchung im Mai soweit umgesetzt, dass es bei der Beprobung erfasst werde und bei der Düngerplanung berücksichtigt werden könne. Der Anteil an Untersaaten im Mais ist dem DMKL zufolge in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig gewachsen. Insbesondere das Greening habe für einen deutlichen Schub gesorgt. In Regionen mit engagierten Beratern seien Anteile von mehr als 70 % Mais mit Untersaaten keine Seltenheit mehr.

 

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