Donnerstag, 28. Oktober 2021
18.08.2021 17:35
Futterbau

Mais nachhaltiger mit Stickstoff versorgen

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Von: AgE

Um die Nachhaltigkeit des Maisanbaus in der landwirtschaftlichen Praxis zu verbessern, ist im April 2021 das Projekt «Sensor- und modellgestützte Quantifizierung von N-Bedarf und N-Angebot zur Steigerung der N-Effizienz im Maisanbau» (NEffMais) unter der Leitung von Henning Kage von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gestartet. 

Wie die CAU-Doktorandin Josephine Bukowiecki am 11. August als Koordinatorin des Vorhabens erklärte, werden klassische Stickstoffdüngungsversuche mit dem Einsatz von Sensoren und Modellen kombiniert. Mit drohnenbasierten Spektralmessungen werde die Stickstoffversorgung der Maisbestände quantifiziert.

Die Menge des organisch gebundenen Stickstoffs im Boden, die durch Mineralisation pflanzenverfügbar werden könnte, solle mit Nahinfrarotspektroskopie von Bodenproben abgeschätzt werden. Auf Basis neu angelegter Feldversuche und der Auswertung historischer Stickstoffdüngungsversuche werde die Beziehung zwischen optimaler Stickstoffversorgung und Maisertrag sowie zwischen Standort- beziehungsweise Anbauparametern und der Stickstoffnachlieferung ermittelt.

Zudem werde der Einfluss der Jahreswitterung auf Maisertrag und Stickstoffnachlieferung im Rahmen dynamischer Modelle untersucht, erläuterte Bukowiecki. Der Universität zufolge sind die Reststickstoffmengen im Boden nach der Maisernte oft erhöht.

Wenn der Boden dann über den Winter unbedeckt bleibe oder die Folgefrucht vor dem Winter nicht mehr genügend Stickstoff aufnehmen könne, bestehe ein gesteigertes Risiko der Nitratverlagerung in das Grundwasser. Darüber hinaus vergrösserten erhöhte Mengen mineralisierbaren Bodenstickstoffs das Risiko gesteigerter Emissionen des klimaschädlichen Lachgases.

Die Düngungsversuche werden auf dem CAU-Versuchsbetrieb in Hohenschulen sowie auf der Versuchsstationder Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Wehnen und beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Bad Hersfeld durchgeführt. Ergebnisse werden der Universität zufolge für 2024 erwartet.

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