Dienstag, 27. September 2022
15.01.2018 15:36
Italien

Papierlaternen verunreinigen Futter

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Von: AgE

Vor Vergiftungen von Weidetieren durch Reste von Papierlaternen aus chinesischer Produktion haben Italiens Bauern gewarnt.

Bolognas Regionalpräsident des Landwirtschaftsverbandes Confagricoltura, Guglielmo Garagnani, berichtetet vergangene Woche von Teer- und Plastikteilchen, die nachweislich von solchen Lampions stammten.

Diese seien in den Pansen von Kühen gelangt, wodurch die Tiere verendet seien. Die auch Kong-ming-Laternen genannten Flugobjekte werden als Glücksbringer vor allem an Feiertagen, zu Geburtstagen und zu Silvester entzündet. Bisher hatten die Gegner solcher Laternen vor allem auf die Gefahr einer Entzündung von Feuern gewarnt. Garagnani wies darauf hin, dass die Laternenreste im Pflanzenaufwuchs nicht mehr sichtbar seien und so in den Futterkreislauf gelangten.

In den italienischen Medien wurde ausserdem der Landwirt Daniele Nannini zitiert, der eine „grundlegenden Unhöflichkeit der Bevölkerung“ beklagte. Nannini kritisierte insbesondere das Müllaufkommen an Feldrändern und in den Gräben von landwirtschaftlichen Zuwegen. Weggeworfenes Plastik, Brillen, Schuhe und Besen verschmutzten nicht nur die Landschaft, sondern könnten auch im Erntegut landen oder die Erntemaschinen beschädigen.

Die chinesischen Laternen seien die jüngsten Auswüchse dieser Entwicklung, so der Landwirt, der darin ein wachsendes Problem sieht. In Deutschland sind die Lampions in fast allen Bundesländern generell verboten und nur unter bestimmten Auflagen erlaubt.

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