Mittwoch, 3. März 2021
08.11.2020 17:33
Futterbau

Polen warnt vor Verbot 

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Von: AgE

Die polnische Mischfutterindustrie stemmt sich gegen das näherrückende Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Fütterung.

In einem vergangene Woche vorgelegten offenen Brief appellieren die Handelskammern der Händler, Getreideverarbeiter und Futtermittelproduzenten an Premierminister Mateusz Morawiecki, das 2006 beschlossene und seitdem mehrfach verschobene Verbot, das nun am 1. Januar 2021 in Kraft treten soll, erneut zu stoppen.

Die Handelskammern weisen darauf hin, dass der gesamte Veredlungssektor bereits stark unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leide. Ein Bann transgener Pflanzen im Futter würde mangels ausreichender Alternativen und dementsprechend stark steigender Futterkosten zu Lasten der polnischen Tierhalter und der nachgelagerten Sektoren gehen.

Abbau Viehbestände

Zu befürchten sei nicht nur ein Abbau der Viehbestände, sondern auch der Verlust zehntausender Arbeitsplätze von der Landwirtschaft bis in die Verarbeitung und die Logistik. Nach Einschätzung der Mischfutterindustrie wäre sogar die Getreidewirtschaft betroffen, da fast die Hälfte der polnischen Getreideerzeugung in den Futtertrog geht.

Würde ein Teil der Viehhaltung wegfallen, fehle der Absatz für Futtergetreide, was alle Getreidepreise unter Druck setzen dürfte, warnen die Organisationen. Außerdem würde ein solches Verbot die Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Agrarwirtschaft um Jahre zurückwerfen, da andere Länder weiterhin den Einsatz genveränderter Pflanzen zuliessen.

Stark steigende Futterkosten hätten weitreichende Auswirkungen.  – Symbolbild: Heinz Röthlisberger

Alternative Quellen

Denkbar sei unter diesen Voraussetzungen, dass Polen vom stetig wachsenden Exporteur von Agrarprodukten wieder zum Importeur werden könne. Die Verbände verweisen darauf, dass sie seit Jahren am Aufbau alternativer Proteinquellen mitarbeiteten. Bisher liege die heimische Produktion von Hülsenfrüchten aber nur bei 300 000 Tonnen jährlich, während die Veredlung etwa 4,25 Millionen Tonnen pro Jahr benötige. Auch der Einsatz von Rapsschrot könne die durch ein Verbot gerissene Lücke nicht füllen. Vor diesem Hintergrund sei ein erneutes Moratorium des für Januar geplanten Verbots notwendig und angemessen, heisst es in dem offenen Brief. 

5 Responses

  1. Genveränderte Organismen (Pflanzen, Tiere, …) werden als ungeheuerlich angesehen. Jedoch ist auch natürlicherweise alles in der Schöpfung in Veränderung und passt sich den veränderten Begebenheiten an. Der Mensch wurde vom Schöpfer, Gott, über die Schöpfung gesetzt und soll und darf in Verantwortung vor diesem Schöpfer auch die Pflanzen und Tiere verbessern und sie sich nützlicher (untertan) machen.
    Die Grünen und Sozialisten und Gutmenschen, die gegen GVO sind, leben in einer Heidenangst und vermitteln diese Heidenangst auch (Panikmache, Slogan: „Du hast die Wahl“). Sie sind menschen- und fortschrittsfeindlich und leben in der Illusion, dass „die Natur“ alles richtig macht.
    „Wir müssen daher von der Politik und der Mainstream-Presse fordern, dass sie wieder die Ergebnisse der Wissenschaft anerkennen und nicht aus populistischer Faulheit die zeitgeistigen Lügen und Falschbehauptungen der Grünen und der ihnen verbundenen spendensammelnden NGOs für bare Münze nehmen.“ https://www.novo-argumente.com/artikel/was_ist_heute_gentechnik

  2. Ich staune ja immer wieder. Sie schreiben: „Wir müssen daher von der Politik und der Mainstream-Presse fordern, dass sie wieder die Ergebnisse der Wissenschaft anerkennen …“. Aber eigentlich sind bei Ihnen die Wissenschaftler ja absolut unfähig und desshalb unglaubwürdig. Und überhaupt: wo steht diese Dummheit, dass der Mensch von Gott über die Schöpfung gesetzt wurde (das wäre ja aus christlicher Sicht gesehen absolute Blasphemie, weil die Schöpfung doch über dem Mensch steht).

    1. Ich bin nicht gegen die Wissenschaft, im Gegenteil. Ich bin aber gegen die politisch-ideologisch bestimmte sog. Wissenschaft.
      Gott sagt in 1. Mose 1,28 zu Adam und Eva: „…füllt die Erde und macht sie euch untertan;…“ und Psalm 115,16: „… die Erde aber hat der HERR den Menschenkindern gegeben.“ Der Mensch steht über den übrigen geschaffenen Wesen.

  3. Noch eine weitere Bemerkung: Wenn man sich diese „christliche Aussage“ nochmals genau durchliest und auch noch andere Kommentare von Ihnen zur Religion (bzw. Ihrer fundamentalistischen Interpretation dazu), dann erinnert mich das sehr an diese äusserst gefährliche Idiotie, die Islamisten verbreiten. Nur der eigene Glaube ist die absolute Wahrheit und alles andere ist de Teufels.

    1. Die Bibel ist Gottes Wort und das Lesen, Studieren, Verinnerlichen und Ausüben Ihrer Botschaft (das Evangelium, der Neue Bund) bringt Fortschritt, Freiheit und Friede, wie das aus der Geschichte ersichtlich ist… Was die konsequente Befolgung anderer Lehren bringt (Koran, Neomarxismus, Sozialismus) ist auch aus der Geschichte und dem Alltag ersichtlich.

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