29.09.2018 17:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Futterbau
Silomais: Schwere Verluste
Europaweit müssen Landwirte aufgrund der langen Trockenzeit mit starken Einbußen bei der Silomaisernte rechnen. Darauf hat das Deutsche Maiskomitee (DMK) unter Hinweis auf Angaben der Teilnehmer des jüngsten European Maize Meetings hingewiesen.

Die massiven Folgen des trockenen Sommers zeigten sich in deutlich niedrigeren Ernteerträgen. Auf sandigen Böden sei es teilweise sogar zu Totalausfällen gekommen, berichtete das Maiskomitee am vergangenen Mittwoch. 

Allerdings gebe es in Abhängigkeit von der Region und der Bodenbeschaffenheit gravierende Schwankungen. In manchen Regionen, etwa in Frankreich oder in Deutschland, sei das Saatgut in diesem Jahr aufgrund der Bodennässe zum eigentlichen Aussaattermin erst verspätet in den Boden gekommen. Bedingt durch die Trockenheit habe die Ernte dann in Frankreich, Deutschland, Belgien, Dänemark, Schweden und Grossbritannien teilweise einen Monat früher als in anderen Jahren begonnen.

In Belgien fallen die Erträge nach Angaben des DMK durchweg geringer aus als 2017, da auch die Maiskörner kleiner seien. Das gelte ebenfalls für Dänemark, wo Ertragsverluste zwischen 30% und 80% erwartet würden. In Frankreich variierten die Erträge regional. Im Südwesten seien die Erwartungen gut, sodass die Ergebnisse insgesamt mit denen des Jahres 2016 vergleichbar seien. 

In Deutschland zeichne sich ein gemischtes Bild ab. Grundsätzlich erwarte man niedrigere Erträge und schlecht ausgebildete Kolben. Regional könne es zu Engpässen in der Futterversorgung kommen.

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