29.09.2015 16:00
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Uri
Uri sagt Engerlingen den Kampf an
Der Kanton Uri plant für das Jahr 2016 eine Kampagne gegen Engerlinge (Maikäferlarven). Bauern müssen bis Ende Oktober 2015 betroffene Flächen anmelden.

2015 war im Kanton Uri ein Maikäfer-Flugjahr. Deshalb ist im nächsten Jahr mit grösseren Schäden durch Engerlinge zu rechnen. Diese können durch Wurzelfrass in Wiesen grosse Ertragsausfälle verursachen und zu verstärkter Erosion infolge einer schlechteren Grasnarbe beitragen.

Der Kanton Uri plant deshalb für das Jahr 2016 eine Bekämpfungskampagne. Um diese planen zu können, müssen die Bauern die gewünschten Flächen bis Ende Oktober 2015 anmelden. Verspätet eingetroffene Anmeldungen könnten nicht mehr berücksichtigt werden, teilt der Kanton Uri mit.

Schon seit langem sind die Engerlinge des Maikäfers im Kanton Uri gefürchtete Schädlinge, die bei starkem Auftreten nebst grossen Ertragsausfällen auf vielen steileren Flächen auch ein Befahren mit Landmaschinen und das Beweiden mit Vieh verunmöglichen können. "In mehreren Kampagnen wurden deshalb Landwirtschaftsflächen in den betroffenen Urner Regionen mit dem Beauveria-Pilz behandelt", scheibt der Kanton. Viele Flächen wurden noch gar nie behandelt. Deshlab plant der landwirtschaftliche Beratungsdienst für das Hauptschadenjahr 2016 eine erneute Bekämpfungskampagne.

An den Kosten der Bekämpfung müssen sich die Landwirte beteiligen. Bekämpft werden die Engerlinge auf eine, Produkt auf der Basis des engerlingstötenden Pilzes Beauveria brongniartii (weisse Muskardine). Das Produkt besteht aus Gerstenkörnern, die vom Pilz bewachsen sind. Diese Pilzkörner werden mit Sämaschinen in befallene Flächen eingearbeitet.

Mehr zur Engerlingsbekämpfung im Kanton Uri finden Sie hier

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE