7.10.2020 18:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Umfrage
Wie fiel der Futterertrag aus?
Den ganzen Sommer über öffneten sich immer wieder gute Erntefenster, und es fiel rechtzeitig Regen nach der Frühlingstrockenheit. So konnte viel und gutes Wiesenfutter eingebracht werden. Wie fiel bei Ihnen die Futterernte aus? Machen Sie bei unserer Umfrage mit

Ende September ist das meiste Wiesenfutter in den Scheunen und Silos. Und diese sind heuer in den meisten Regionen gut gefüllt.

Futtermenge gut

«Im Kanton Thurgau gab es viel Futter. Die Qualität von Heu, Emd und Grassilage dürfte recht hoch sein», bestätigt Bruno Nabulon vom BBZ Arenenberg TG. «Über den ganzen Sommer konnten die Produzenten gute Erntefenster nutzen. Somit sind die Heustöcke mehrheitlich voll.»

Dominik Amrein vom BBZN Hohenrain LU stuft die Situation im Kanton Luzern ähnlich ein wie Nabulon: «Futtermenge und Qualität sind gut bis sehr gut ausgefallen. Dies in Anbetracht, dass der anfänglich trockene Frühling einige Produzenten zur Sorge veranlasste. Es fiel jedoch auch in eher trockenen Regionen wie im unteren Seetal noch rechtzeitig Regen. Die Pflanzen kompensierten den anfänglichen Rückstand.»

Scheunen besser gefüllt

Zu wenig Wasser gab es regional am Jurasüdfuss und im Fricktal. Herbert Schmid von der Liebegg AG: «Dort gibt es im Juli nie die gleichen Erträge wie in anderen Kantonsteilen. Doch auch dort sind die Scheunen heuer besser gefüllt als in den letzten Jahren.»

Laut Martin Zbinden vom Inforama BE konnte im Kanton Bern viel und gutes Wiesenfutter produziert werden: «Die Futterlager sind voll, nach den letzten eher trockenen Jahren teilweise dringend benötigte Futterreserven konnten aufgestockt werden. Die Juli-Trockenheit und das Sommer-Futterloch blieben meist aus.» 

Gute Dürrfutterqualität

Die gute Qualität von Dürrfutter und Grassilage bestätigt Hansueli Rüegsegger von der UFA anhand der Futteranalysen: «Beim Dürrfutter haben wir sehr hohe Zuckergehalte gemessen. Der Anteil der Zellwandfraktionen (NDF) liegt unter dem Sollwert. Das zeigt, dass vor allem der erste Schnitt eher früh genommen wurde.»

Die Rohproteingehalte seien eher tief, die NEL-Gehalte – die errechnet und nicht gemessen werden – hoch. «Alles zusammen widerspiegelt eine sehr gute Dürrfutterqualität.» Auch bei der Grassilage würden bereits durchgeführte Analysen auf eine gute Qualität hinweisen, vergleichbar mit der Vorjahresperiode, so Rüegsegger. «Verglichen mit dem Fünfjahresschnitt sind die meisten Kennzahlen tendenziell höher.» 

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