Dienstag, 27. September 2022
06.03.2022 11:00
Futterbau

Geld für ökologisch wertvolle Wiesen

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Von: sum

Der Bund will wertvolle Naturwiesen mit einem seit Jahren unveränderten Bestand fördern. Jetzt ist die Anmeldung möglich.

Mit einem neuen Beitragsprogramm soll laut dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die genetische Vielfalt der einheimischen Futterpflanzen erhalten und gefördert werden. Die Erhaltung erfolgt vor Ort – in situ – auf bestehenden Wiesen und Weiden. 2021 gab es einen ersten Aufruf zur Suche nach In-situ-Flächen. 1005ha In-situ-Flächen von möglichen 2750ha konnten anerkannt werden. Nun startet ein neuer Aufruf.

Seit acht Jahren stabil

Angemeldet werden können Wiesen und Weiden mit den Codes 613, 616 und 625 (keine Biodiversitätsförderflächen), und zwar Fromentalwiesen, Bärenklau-Knaulgraswiesen, Italienisch-Raigras-Wiesen, Weissklee-Wiesenfuchsschwanz-Wiesen, Englisch-Raigras-Wiesenrispen-Mähweiden, Goldhaferwiesen, Kammgrasweiden oder Milchkrautweiden.

Potenzielle In-situ-Flächen haben einen geschlossenen, unproblematischen Bestand, der seit mindestens acht Jahren keine markanten Änderungen bezüglich Düngung, Schnittzahl, Bewässerung oder Nutzung erfahren hat. Bedingung ist zudem, dass nicht mit Zucht- oder Handelssaatgut übersät oder angesät wurde. Pro Betrieb können maximal 2ha anerkannt werden. Mindestfläche sind 0,5ha.

Bewirtschafter sind daran interessiert, die aktuelle Bewirtschaftung so fortzuführen wie bisher, damit der Pflanzenbestand weiterhin stabil bleibt.

Aufnahme in Genbank

Auflage ist, dass die Fläche auch in Zukunft nicht mit Zucht- oder Handelssaatgut übersät wird. Die Flächen werden in die Nationale Genbank aufgenommen. Das hat zur Folge, dass nach Absprache Zugang zur Wiese gewährt werden muss, wenn eine Institution aus Forschung, Züchtung oder Bildung beim BLW um Zugang ersucht.

Interessierte Betriebe melden sich beim Landwirtschaftsamt ihres Kantons. Der Beitrag für anerkannte In-situ-Flächen beträgt 450 Franken pro Hektare und kann ab 2023 ausbezahlt werden. Die Beitragsgesuche für den In-situ-Beitrag können zusammen mit dem Gesuch um Direktzahlungen gestellt werden. sum

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2 Responses

  1. Es ist zeit dass wir wieder Lebensmittel anbauen ! Weizen Raps Mais etc. Von der Ukraine kommt nichts mehr. Die Blumen von den Blumenwiesen können wir mit bestem Willen nicht essen!! (vielleicht die Linken und die Grünen werden satt davon )

    1. Du hast das Ganze nicht verstanden. ich habe bereits seit dem Start des Programms eine solche Fläche von 2 ha. Es ist meine beste Mähweide. Ich muss sie lediglich gleich wie bisher bewirtschaften. (sehr intensiv!!)
      Blumenwiesen sind wie im Text erwähnt BFF und bei In Situ nicht gefördert.

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