25.02.2017 16:07
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Baselland
Ladenhüter Hochstamm-Kirschenbaum
Wegen der Kirschessigfliege werden derzeit kaum noch neue Hochstamm-Kirschenbäume gepflanzt. Denn diese lassen sich weniger gut schützen als Obstanlagen.
Wie eine Umfrage unter Baumschulen zeigt, werden derzeit kaum noch neue Kirschen-Hochstammbäume gepflanzt. «Die Nachfrage ist total eingebrochen», sagt etwa Max Salathé von der gleichnamigen Baumschule in Diegten BL.

Hauptgrund für die Zurückhaltung ist die Kirschessigfliege, welche den Anbau von Hochstamm-Kirschen bedroht. Diese lassen sich weniger gut schützen als Kirschen in Obstanlagen. Letztere kann man mit engmaschigen Netzen einpacken, was - in Kombination mit weiteren Massnahmen - einen wirksamen Schutz bietet. Bei Hochstammbäumen sind Schutznetze hingegen keine Option, zu aufwendig und zu teuer wäre dies.

Die Hoffnung der Hochstamm-Bauern ruht auf der Forschung, welche mit Hochdruck daran ist, eine wirksame Bekämpfungsstrategie zu erarbeiten. Neuste Ergebnisse von Feldversuchen des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain in Sissach BL geben Anlass zur Hoffnung. Praxistests mit Tonmineralen wie Kaolin hätten vielversprechende Resultate ergeben, sagt Andreas Buser vom Ressort Spezialkulturen am Ebenrain.
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