Sonntag, 14. August 2022
20.06.2022 10:51
Kirschen

Mehr als 2500 Tonnen Kirschen

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Von: mgt

Der Schweizer Obstverband (SOV) hat heute in Leuggern (AG) die Schweizer Kirschensaison eröffnet. In Anwesenheit von Regierungsrat Markus Dieth betonte der Verband die Innovationskraft der Branche und stellte ein hervorragendes Kirschenjahr 2022 in Aussicht.

Die Schweizer Kirschenproduktion hat in den letzten Jahren einen Innovationsschub erfahren, heisst es in einer Mitteilung. Niederstammanlagen haben sich durchgesetzt. Und Einnetzung und Witterungsschutz sind nicht mehr wegzudenken – sie schützen die Kulturen und minimieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Damit haben die Produzentinnen und Produzenten auf die gestiegenen Anforderungen seitens Konsumentinnen und Konsumenten, Gesellschaft und Politik reagiert.

Der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth würdigte zum Auftakt der Schweizer Kirschensaison auf dem Gemeinschaftsbetrieb von Urs Zeder und Reto Erne in Leuggern (AG) diese Innovationskraft. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des Obstbaus für den Kanton Aargau. Dieser ist der viertgrösste Obstbaukanton der Schweiz und hat einen Rohbauertrag von jährlich rund 30 Millionen Franken.

Ein top Kirschenjahr 

Die Kirschenproduktion ist bereits in vollem Gange. Der Schweizer Obstverband rechnet 2022 mit einer guten Ernte von über 2500 Tonnen Kirschen in herausragender Qualität. Die Ernte liegt um 25 Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Damit schreibt 2022 eine Erfolgsgeschichte weiter: Die Wertschöpfung der Schweizer Kirschenproduktion hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und beträgt heute rund 20 Millionen Schweizer Franken.

Dies in einem stark veränderten Umfeld: Während die Nachfrage nach Brennkirschen in den letzten 25 Jahren von 10’000 Tonnen auf einen Drittel gesunken ist, stieg das Marktvolumen von Tafelkirschen auf heute rund 6000 Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad beträgt rund 50 Prozent.

Stillstand ist keine Option

Die positive Entwicklung des Kirschenanbaus ist keine Selbstverständlichkeit. Die Wetterextreme haben in den letzten Jahren massiv zugenommen, 2017 und 2021 waren die Ernteausfälle aufgrund von Spätfrost erheblich. Mit dem steigenden grenzüberscheitenden Handelsverkehr haben sich zudem neue, invasive Schädlingserreger verbreitet.

Gleichzeitig ist der Obstbau dazu aufgerufen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich zu reduzieren. Um diese Herkulesaufgabe zu meistern, ist der Obstbau auf Unterstützung angewiesen.

Bruno Eschmann, Präsident des Produktezentrums Kirschen und Zwetschgen beim SOV, appellierte daher an Politik und Wissenschaft: «Wir benötigen massive Investitionen für einen praktikablen und wirtschaftlichen Pflanzenschutz, um die Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Wir setzen unsererseits neue Erkenntnisse sofort um und investieren erheblich in einen noch nachhaltigeren Anbau.»

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