Sonntag, 23. Januar 2022
08.11.2021 06:06
Deutschland

Moorbodenschutz ist Klimaschutz

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Von: AgE

Moorböden sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume und rücken deshalb beim Kampf gegen den Klimawandel verstärkt in den Blickpunkt der Forschung. 

Wie die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) mitteilte, werden bei dem von ihr betreuten Verbundprojekt „Ein Bewertungstool für Kategorien der Schutzwürdigkeit und für ein fernerkundungsbasiertes Monitoring landwirtschaftlich genutzter Moore“ (BEWAMO) derzeit wichtige Grundlagen für einen effektiven Moorbodenschutz gelegt.

Ziel der Projektpartner sei es, den Moorbodenschutz künftig auf eine hohe Klimawirksamkeit auszurichten und dies fernerkundungsbasiert per Satellit zu erfassen. So werde derzeit ein Tool entwickelt, mit dem Moorflächen hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern und ihres Potentials, CO2-Emissionen zu reduzieren, bewertet werden können.

Das Tool solle zudem passende Agrarumweltmassnahmen benennen und Methoden für ein anschliessendes Monitoring aufzeigen. Dazu werde mit landwirtschaftlichen Betrieben, Wasser- und Bodenverbänden sowie Behörden in Brandenburg und Schleswig-Holstein zusammengearbeitet. Die Forscher kombinieren laut BLE dabei Bodenparameter mit historischen und aktuellen Messdaten zu Klima und Landnutzung. Auf dieser Grundlage würden Bewertungskriterien erarbeitet, um geeignete Gebiete für die Wiedervernässung entwässerter Moorböden zu priorisieren.

Das am Projekt teilnehmende Thünen-Institut ermittelt der BLE zufolge die betrieblichen Kosten der möglichen künftigen Moorbodenschutzmassnahmen. Abhängig vom Moorflächenanteil, der aktuellen Produktionsausrichtung und der betrieblichen Anpassungsfähigkeit könnten diese sehr unterschiedlich ausfallen. So seien die Kosten auf intensiv genutzten Milchviehbetrieben deutlich höher als auf Betrieben mit Mutterkuhhaltung.

Für den Schutz entwässerter Moorböden sei auch eine Erhöhung der Grundwasserstände notwendig, so die Bundesanstalt. Die Kontrolle dieser Massnahme erfolge durch ein im Projekt entwickeltes Monitoring, bei dem der Feuchtezustand der Moorböden mit Mitteln der Satellitenfernerkundung beobachtet und bewertet werde. Dafür kämen zeitlich und räumlich hochauflösende Radardaten der Sentinel-Satelliten zum Einsatz. 

 

 

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