12.02.2020 11:23
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Pflanzenschutz
Bio Suisse über Plan erfreut
Es würden Nägel mit Köpfen gemacht, schreibt der Dachverband der Schweizer Bio-Produzenten zum «Absenkpfad Pestizide». Die Landwirtschaft erhalte einen verbindlichen Plan und auch das Gewerbe werde in die Pflicht genommen.

Die WAK-S nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst. Sie schicke eine Vorlage in die Vernehmlassung, die in Sachen Gifte vorwärtsmachen will, heisst es weiter.

Bio Suisse begrüsst, dass das Problem der Pestizide unter dem Druck von zwei Initiativen offensiver angegangen wird. Sie fordert aber, dass der Bund mutig noch weitergeht. Bio Suisse sieht in Anbetracht der Rückstände in Lebensmitteln, des Biodiversitätsverlusts, des Insektensterbens und der Gewässerbelastung als Mittelfristziel nur die biologische Produktion bzw. «netto null» als die richtige Antwort. Das Ziel der kommenden AP22+ müsse eine stärkere Bioförderung sein.

Gemäss dem Vorschlag der WAK-S sollen die mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken für Oberflächengewässer, naturnahe Lebensräume und als Trinkwasser genutztes Grundwasser bis 2027 um 50 Prozent reduziert werden. Dies gegenüber dem Mittel der Jahre 2012 bis 2015. Eine Minderheit der Kommission will darüber hinaus eine Reduktion der Risiken um 70 Prozent bis 2035 gesetzlich verankern.

Senken will die Kommission auch die Risiken, die mit dem Einsatz von Biozidprodukten verbunden sind. Die Regelung schliesst somit neben dem Pestizideinsatz der Landwirtschaft auch jenen der öffentlichen Hand und Privater ein.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE