Samstag, 23. Oktober 2021
22.03.2016 16:33
Glyphosat

CH: Getreide enthält kein Glyphosat

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Von: blu/lid

Bei einer Untersuchung von Schweizer Raps- und Getreidekörnern durch ein zertifiziertes Labor wurden keine Glyphosat-Rückstände gefunden. Dieser Befund sei eine Chance, dem Konsumenten für inländisches Getreide zu sensibilisieren.

Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) liess Raps- und Getreideproben aus zehn verschiedenen Sammelstellen aus der ganzen Schweiz von einem zertifizierten Labor analysieren. „In keiner der Proben konnten Glyphosatrückstände festgestellt werden“, heisst es in einer Mitteilung. Der SGPV wertet dies als positives Zeichen für den Schweizer Getreide- und Rapsanbau und weist Konsumenten darauf hin, dass es sich lohne, beim Kauf von Brot oder Rapsöl auf die Herkunft der Rohstoffe zu achten.

Laut SGPV wird Glyphosat in der Schweiz vor allem eingesetzt, wenn die Unkräuter mit mechanischen Mitteln nur sehr schwer bekämpft werden können. Der Einsatz des Herbizids auf Getreide- oder Rapspflanzen sei verboten. Anders in der EU, wo in vielen Ländern Glyphosat auch kurz vor der Ernte eingesetzt werde. Dies, um die Reife zu beschleunigen, das einheitliche Abreifen zu fördern und eine Verunreinigung des Ernteguts mit Unkräutern zu vermeiden.

In einigen Ländern wie Deutschland wurde der Einsatz vor der Ernte jedoch in den letzten Jahren eingeschränkt. Die Vor-Ernte-Behandlung mit Glyphosat wird auch in Kanada angewendet. „Aus diesem Land werden auch Weizenmengen in die Schweiz importiert“, betonten die Schweizer Getreideproduzenten.

Die positiven Befunde wollen die Getreideproduzenten besser verwerten. „Die Resultate könnten der Bevölkerung aufzeigen, dass die Schweizer Landwirtschaft sich durch strengere Produktionsauflagen für Lebensmittel ohne Glyphosatrückstände einsetzt und einen Mehrwert für die Konsumenten schafft“, heisst es im Communiqué. Bei grösseren Untersuchungen soll eine getrennte Betrachtung der inländischen Lebensmittel gegenüber Importware vorgenommen werden. Der SVPV sieht in den Befunden eine Chance, der Unsicherheit der Konsumenten in Sachen Glyphosat entgegenzutreten, da inländische Getreide keine Glyphosat-Rückstände aufweise.

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