Samstag, 10. April 2021
22.07.2020 12:27
Pflanzenschutz

Fenaco lanciert neue Marke

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Der genossenschaftlich strukturierte Agrarkonzern bündelt die Einheiten «Fenaco Pflanzenschutz» und «UFA-Samen Nützlinge» unter der Marke Agroline. Die Fenaco verfolgt mit diesem Schritt ein ambitioniertes Ziel.

Die Erwartungen an die Landwirtschaft werden immer herausfordernder. Einerseits will der Detailhandel makellose Produkte, andererseits wünscht sich die Gesellschaft eine Landwirtschaft, die immer weniger chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel einsetzt. 

Risiken von Pflanzenschutzmitteln senken

Mit dem Aktionsplan Pflanzenschutz soll das Risiko von Pflanzenschutzmitteln deutlich gesenkt werden. Gemäss der Wirtschaftskommission des Ständerats sollen die mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken für Oberflächengewässer, naturnahe Lebensräume und als Trinkwasser genutztes Grundwasser bis 2027 um 50 Prozent reduziert werden. Dies gegenüber dem Mittel der Jahre 2012 bis 2015. 

Die Fenaco antizipiert diese Vorgaben mit der Bündelung von «UFA-Samen Nützlinge» und «Fenaco Pflanzenschutz» unter dem Dach der Marke Agroline. Die Fenaco will gemäss eigenen Angaben die hohen Erwartungen der Bevölkerung an einheimische Lebensmittel erfüllen und beim Pflanzenschutz alternative Wege gehen. 

Nummer 1 bei nachhaltigem Pflanzenschutz

Zum heutigen Zeitpunkt könne die Landwirtschaft nicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichten, heisst es in einer Mitteilung der Fenaco. «Der gezielte Einsatz ist umso wichtiger, um Ertragseinbussen zu verhindern und die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu gewährleisten», schreibt das Unternehmen weiter. Agroline will sich für ganzheitliche Lösungen einsetzen.

Agroline war vor kurzem noch eine starke Marke am Schweizer Düngermarkt. Nun wir dieser etablierte Name neu positioniert.  «Mit der Lancierung von Agroline verfolgt die Fenaco ein ambitioniertes Ziel: Sie will die führende Anbieterin im nachhaltigen Pflanzenschutz werden», lässt sich Michael Feitknecht, Leiter des Departements Pflanzenbau, in der Mitteilung zitieren.

Pflanzenschutz neu denken

Um die Erträge ihrer Kulturen zu sichern, müssten Landwirte eine Vielzahl von Massnahmen richtig kombinieren, heisst es weiter. In der «neuen» Welt des Pflanzenschutzes brauche es neue Lösungen, Kombinationen und Innovationen. 

«Agroline will Pflanzenschutz neu denken und unterstützt Bauern mit einer kompetenten Beratung sowie innovativen Produkten und Dienstleistungen», erklärt Michael Feitknecht. So soll ein eigenes Sortiment an alternativen Hilfsmitteln entwickelt werden. Zudem wird die Zusammenarbeit mit den Fenaco-Töchtern Landor, UFA-Samen, Serco Landtechnik und Fenaco Landesprodukte forciert.

Der Bereich «Service» unterstützt Landwirte bei der Umsetzung des Aktionsplans des Bundesrates «zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» auf dem Betrieb. Der Bereich «Bioprotect» entwickelt die Werkzeuge, die dazu notwendig sind. 

Zusammenarbeit mit Forschung

Zudem wird die Zusammenarbeit mit der Forschung intensiviert. Agroline will mit der Forschungsanstalt Agroscope oder der ETH Zürich mit neuartigen Pflanzenschutzmethoden experimentieren.

Zudem können Agroline auf die 30-jährige Erfahrung der beiden Vorgängerfirmen zurückgreifen. UFA-Samen Nützlinge habe bereits Nützlinge produziert und vermarktet, als «ökologische Landwirtschaft» noch nicht in der breiten Öffentlichkeit diskutiert worden sei. Eine Pionierrolle nahm die UFA-Samen Nützlinge auch beim Einsatz von Drohnen ein, so insbesondere beim Ausbringen von Trichogramma-Schlupfwespen auf Maisfeldern.

Heute werden mit den Drohnen von Agroline unter anderen Trichogramma-Schlupfwesen verteilt, Alpweiden übersät, Schnecken bekämpft, Untersaaten ausgebracht und Krankheiten im Weinbau bekämpft.

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