24.06.2016 14:08
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Glyphosat
Glyphosat: EU-Staaten erneut uneins
Die Vertreter der EU-Staaten konnten sich wieder nicht darüber einigen, ob die Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat verlängert wird. Nun ist die EU-Kommission am Zug.

Die EU ringt schon seit längerem um die Zukunft des Unkrautvernichtungsmittels. Denn die geltende Zulassung des weit verbreiteten Pestizids läuft Ende dieses Monats aus. Am Freitag konnten sich die EU-Staaten in Brüssel nicht einigen, eine dazu nötige Mehrheit fehlte.

Wie „Frankfurter Allgemeine“ schreibt, haben Frankreich und Bulgarien nach Angaben eines Diplomaten gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate gestimmt. Neben Deutschland enthielten sich sechs weitere Staaten, 19 Länder stimmten dafür.

Nun wird die EU-Kommission darüber entscheiden müssen. Er wird davon ausgegangen, dass die Kommission bei ihrer nächsten Sitzung die Zulassung selbst verlängert. Die EU-Kommission hatte bis zuletzt darauf gedrängt, dass die Staaten entscheiden.

Glyphosat ist als Wirkstoff in einer ganzen Reihe von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Es wird vor allem dazu genutzt, Unkraut beim Anbau von Feldfrüchten zu bekämpfen. Auch auf Getreide- oder Rapsfeldern kommt wird es vor der Aussaat eingesetzt.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Experten sind sich allerdings über die Forschungsergebnisse uneins. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass aus den zulässigen Glyphosat-Rückständen in Lebensmitteln kein gesundheitliches Risiko zu erwarten sei. Umweltschützer warnen jedoch vor Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt.

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