20.12.2019 07:12
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Pflanzenschutz
Grenzkontrollen nehmen zu
Am 1. Januar 2020 tritt das neue Pflanzengesundheitsrecht in Kraft. Dabei soll die Prävention verstärkt werden.

Durch stärkeren internationalen Handel und Reisen ins Ausland steigt die Gefahr, dass neue Schädlinge eingeschleppt werden, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) schreibt. Diese sind eine Gefahr für Land- und Forstwirtschaft.

Am 13. November erhob die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) zusammen mit dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) die Menge an Pflanzen, die von Passagieren von Interkontinentalflügen eingeführt wurden. An diesem Tag wurden 170 Kilo Pflanzenerzeugnisse registriert, hauptsächlich Früchte und Gemüse, aber auch Samen und lebende Pflanzen. Das entspricht rund 60 Tonnen pro Jahr.

Die erfasste Menge zeige, dass ein grosser Teil des Pflanzenmaterials als Souvenir eingeführt werde, so das BLW. Aus diesem Grund sei parallel zum Inkrafttreten der neuen Regelung die Sensibilisierung besonders wichtig. Lebendes Pflanzenmaterial aus Ländern ausserhalb der EU darf nur gegen Vorzeigen eines Pflanzengesundheitszeugnisses eingeführt werden. Verboten ist der Import von Hochrisikowaren wie Kartoffeln, Erde oder Zitrusblättern.

Für Pflanzen aus der EU galt die Pflanzenpasspflicht im Rahmen des Handelsverkehrs bisher nur für bestimmte Arten. Ab dem 1. Januar ist der Pflanzenpass jedoch für alle Pflanzen obligatorisch, die zum Anpflanzen in der Schweiz bestimmt sind. Ab dem 1. Januar 2020 müssen sich Unternehmen, die pflanzliche Waren in die Schweiz einführen und/oder in der Schweiz in Verkehr bringen wollen, für die ein Pflanzengesundheitszeugnis oder ein Pflanzenpass erforderlich ist, beim EPSD melden. Ebenfalls registrieren müssen sich internationale Transportunternehmen, Postdienste sowie Unternehmen, die ihre Waren online anbieten.


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