26.03.2015 09:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
I: EU fordert Einsatz gegen Pflanzenschädling
Italien muss mehr für die Bekämpfung des Pflanzenschädlings Xylella fastidiosa tun. Das hat EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis vergangene Woche beim Agrarrat dem italienischen Landwirtschaftsminister Maurizio Martina mit auf den Weg gegeben.

Im Gegensatz zu Tierseuchen, wo eine Pflicht zur Keulung befallener Bestände existiert, gibt es im Fall der Ausbreitung von Pflanzenschädlingen keine EU-Vorschriften zur obligatorischen Zerstörung betroffener Kulturen. In Apulien sind von dem aggressiven Bakterium bislang vor allem Olivenbäume befallen. Ein Übergreifen auf den Weinbau und andere Kulturen wie Zitrusfrüchte scheint jedoch nicht ausgeschlossen.

Das erste Auftreten des Erregers in Apulien reicht Experten zufolge bis ins Jahr 2003 zurück. Mittlerweile wurde ein Gebiet von 240'000 ha zur Sicherheitszone erklärt, aber die Kommission wirft Italien vor, dabei nicht streng genug vorgegangen zu sein. Insbesondere die südlichen Mitgliedstaaten riefen Martina zur erhöhten Wachsamkeit auf.

Andriukaitis mahnte das Fällen und die Entsorgung von betroffenen Bäumen an. Er stellte eine finanzielle Unterstützung durch die EU in Aussicht, machte jedoch keine genauen Angaben.

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