6.11.2015 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Glyphosat
Kommission will Verbreitung von Glyphosat untersuchen lassen
Während internationale Behörden über die Gefährlichkeit des Unkrautvertilgers Glyphosat streiten, möchte die Wissenschaftskommission des Nationalrats wenigstens die Verbreitung in der Schweiz klären. Sie will den Bundesrat mit einer Untersuchung beauftragen.

Nach Angaben der Parlamentsdienste vom Freitag hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) mit 13 zu 10 Stimmen die Einreichung eines Postulats beschlossen. Untersucht werden sollen unter anderem die Glyphosatrückstände in Lebensmitteln, im Tierfutter und im Gewebe von Nutztieren. Auch die Bevölkerung soll getestet werden.

Die WBK will den Bundesrat zudem mit einem Überblick über den Glyphosateinsatz in der Schweiz und der Ausarbeitung von Alternativen beauftragen. In den Diskussionen um das Unkrautvertilgungsmittel hat sich dieser bisher zurückhaltend geäussert.

Die Kontroverse ist dadurch ausgelöst worden, dass die Krebsforschungs-Agentur der Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat im März als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft hat. Sie stützte sich dabei auf die Auswertung verschiedener Studien. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das die Grundlagen für eine Neubewertung durch die EU-Kommission erarbeitet, kam jedoch zum gegenteiligen Schluss. Ein Entscheid steht noch aus.

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