28.02.2020 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Agroscope
Landwirtschaft ohne Chemie
Gemeinsam mit über 20 europäischen Forschungsinstitutionen hat Agroscope eine Absichtserklärung zur Förderung eines nachhaltigen europäischen Agrar- und Ernährungssystems unterzeichnet.

Im Rahmen der Internationalen Landwirtschaftsausstellung in Paris hat die Leiterin von Agroscope, Eva Reinhard, das Memorandum of Understanding (MoU) "Towards a Chemical Pesticide-Free Agriculture" zusammen mit über 20 weiteren Vertreterinnen und Vertretern von europäischen Forschungsinstituten unterzeichnet. Das schreibt das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung, Agroscope.

Das MoU markiere den Startschuss für die Realisierung der ehrgeizigen Vision einer europäischen Landwirtschaft ohne chemische Pflanzenschutzmittel. Eva Reinhard sieht laut Mitteilung grosse Chancen in der Kooperation auf internationaler Ebene, insbesondere im internationale Wissensaustausch: "So kommen wir dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigeren Landwirtschaft einen bedeutenden Schritt näher."

«Mit dem Memorandum of Understanding verstärken wir die europaweite Zusammenarbeit, beschleunigen die Lösungsfindung, bringen unser Wissen ein und profitieren gleichzeitig von einem internationalen Wissensaustausch, der gerade in der Forschung von zentraler Bedeutung ist», so Eva Reinhard, Leiterin Agroscope. «Die Kooperationen auf internationaler Ebene ermöglichen wertvolle Synergien und neue gemeinsame Erkenntnisse, die länderübergreifend genutzt werden können.»

Agroscope forscht gezielt für eine nachhaltige Landwirtschaft und erarbeitet Lösungen. Aktuell werden in mehr als 40 Projekten Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz gesucht: Dies umfasst unter anderem Forschungsgebiete wie Pflanzenzüchtung, Anbausysteme, Frühwarnsysteme und Digitalisierung. Die Forschung von Agroscope ist auf diesen Gebieten sehr weit fortgeschritten, weshalb Agroscope angefragt wurde, als Partner im europäischen Forschungsbündnis mitzuwirken. Agroscope wird zugetraut in dieser Thematik eine wichtige Rolle einzunehmen.

Europäische Vision

Die Partner werden zusammen mit anderen relevanten Akteuren eine gemeinsame Forschungsagenda entwickeln, die auf den europäischen "Green Deal" abgestimmt ist. Ziel ist ein umweltfreundlicher, nachhaltiger, fairer und wettbewerbsfähiger Agrarlebensmittelsektor über die ganze Wertschöpfungskette hinweg.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE