1.11.2016 08:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Pflanzenschutz
Mais braucht wenig Pflanzenschutz
Mais kommt im Vergleich zu anderen Ackerbaukulturen mit besonders wenig Pflanzenschutz aus. Das bestätigt eine aktuelle Erhebung des Julius-Kühn-Instituts (JKI), auf die das Deutsche Maiskomitee (DMK) hingewiesen hat.

Demnach lag der von den Forschern ermittelte Behandlungsindex (BI), der die Anzahl der angewandten Pflanzenschutzmittel bezogen auf die zugelassene Aufwandmenge und die Anbaufläche ausweist und somit ein quantitatives Mass für die Mittelanwendung darstellt, für Mais im Jahr 2015 auf dem Vorjahreswert von 2,0.

Für andere Kulturen seien deutlich höhere Vergleichswerte erhoben worden: So liege der BI von Kartoffeln bei 11,6, von Winterraps bei 7,5, von Winterweizen bei 5,6 und von Wintergerste bei 4,2. Beim Mais würden den Untersuchungsergebnissen zufolge fast ausschliesslich Herbizide und in geringem Umfang auch Insektizide eingesetzt, berichtete das DMK. Im Durchschnitt gebe es 1,5 Pflanzenschutzbehandlungen pro Maisschlag und Jahr.

Im Vergleich dazu seien es bei Kartoffeln 9,0.  Wintergerste, die bei der Behandlungshäufigkeit (BH) nach dem Mais den zweitniedrigsten Indexwert habe, komme auf jährlich 3,6 Anwendungen. In die Erhebung fliessen den DMK-Angaben zufolge die Daten von 139 Maisanbauern ein. Für die einzelnen Kulturen würden jeweils der Termin einer Pflanzenschutzmittelanwendung, die Indikation, die Mittelnamen, dieAufwandmenge und die behandelte Fläche gemeldet.

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