10.04.2016 06:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Pflanzenschutz
Mehr Transparenz zu Glyphosat gefordert
Die Europäische Kommission verstärkt in Sachen Glyphosat den Druck. Die „Glyphosat Task Force“ (GTF) sollte „proaktiv“ alle Studien veröffentlichen, die sie bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Prüfung möglicher Wirkungen und Gefahren dieses Wirkstoffs eingereicht habe, fordert EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis den Vorsitzenden der Task Force, Dr. Richard Garnett, in einem aktuellen Schreiben auf.

Garnett leitet in der Brüsseler Europavertretung von Monsanto die Abteilung für globale Regelungen im Pflanzenschutz. Der EU-Gesundheitskommissar begründet seine Aufforderung an Monsanto, sämtliche Studien einschließlich des zugrunde liegenden Rohdatenmaterials zu veröffentlichen, mit dem großen öffentlichen Interesse und der im Europäischen Parlament erhobenen Kritik mangelnder Transparenz des Verfahrens zur Neuzulassung.

Auch sei ein beträchtlicher Teil der Zivilgesellschaft besorgt, weil die EFSA und die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) bei diesem Wirkstoff zu unterschiedlichen Untersuchungsergebnissen gekommen seien, heißt es in dem Schreiben. Er selber habe „vollstes Vertrauen“ in die solide Begründung des Antrags von Monsanto bei der EFSA, zumal daran EU-Mitgliedstaaten mitwirkten, betonte Andriukaitis.

Dennoch sei es sinnvoll, herauszufinden, wie es zu den Bewertungsunterschieden gekommen sei. Das Interesse an Transparenz werde ja auch von der Task Force geteilt, so der Kommissar mit Verweis auf die eigens für dieses Vorhaben eingerichtete Webseite zu Sicherheitsaspekten und dem Einsatz von Herbiziden in Europa, die Glyphosat enthalten.

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