4.04.2014 16:03
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Pflanzenschutz
«Pflanzenschutz nicht verteufeln»
An einem Workshop des Bundes wurde heute zum Thema «Nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Risikominimierung: Wo besteht Handlungsbedarf?» diskutiert. Der Bauernverband fordert, dass die Argumente der Landwirtschaft berücksichtigt werden.

Anlass für den Workshop war ein Postulat von GLP-Nationalrätin Tiana Angelina Moser, das einen Aktionsplan im Bereich Pflanzenschutz fordert. Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst die Erarbeitung eines Aktionsplans, wie er in einer Medienmitteilung schreibt.

Für die Landwirtschaft sind alle drei Bereiche – Menschen, Umwelt und Kulturen – wichtig. Der SBV stellt aber fest, dass vor allem der Schutz der Kulturen immer mehr unter Druck kommt. Die produzierende Landwirtschaft sei auf Pflanzenschutzmittel angewiesen, selbst wenn sie vorbeugende Massnahmen trifft. Ein Grund dafür sind laut SBV auch die hohen Qualitätsansprüche von Konsumenten und Konsumentinnen, die nach perfekter Ware verlangten. Schorflecken auf Äpfel, Drahtwurmlöcher in Kartoffeln oder Blattläuse im Kopfsalat seien unerwünscht.

Auch fügt der SBV das Thema Resistenzbildung an: Je weniger Mittel im Einsatz sind, desto weniger gezielt können sie eingesetzt werden und umso grösser ist die Gefahr, dass es zu Resistenzen kommt, schreibt der Verband. Als weiteres Argument nennt der Verband den hohen wirtschaftlichen Druck, dem die Landwirte ausgesetzt sind. So führe ein Verzicht auf Pflanzenschutzmittel zu einem Ertragsrückgang um bis zu 30 Prozent. Diese Mindererträge müssten dann mit Importen ausgeglichen werden. Hier kämen aber die hohen Schweizer Anforderungen nicht zur Anwendung, betont der Bauernverband.

Der SBV fordert deshalb, dass seine Argumente in der Diskussion rund um den Aktionsplan einbezogen werden.

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