13.04.2019 13:44
Quelle: schweizerbauer.ch - Franz Steiner, FiBL
Unkrautbekämpfung
Problempflanzen auf Alpen frühzeitig entfernen
Bereits kommen im Berggebiet Rosetten von Problempflanzen zum Vorschein. So früh wie möglich sollte man unerwünschte Pflanzen entfernen.

Nun lässt sich der verästelte Wurzelballen des Alpenkreuzkrauts am besten unversehrt herausziehen. Dazu eignen sich Geräte mit Zinken. Nicht geeignet sind Spaten oder Spatenhacken, da diese die Wurzeln abtrennen. Ebenso bei der Ackerkratzdistel, die Ausläufer macht, sollen nur Geräte mit Zinken eingesetzt werden. Denn Ackerkratzdisteln machen Ausläufer und müssen deshalb besonders sorgfältig herausgezogen werden. 

Die Wurzel der Alpenblacke lässt sich hingegen mit wenig Aufwand aus dem Boden ziehen. Denn sie hat im Gegensatz zur Wiesenblacke eine nur wenig unter der Oberfläche waagrecht verlaufende Hauptwurzel. Wenn dann anschliessend die jungen Blätter geschnitten werden, erhalten die Gräser mehr Licht und dadurch einen Wachstumsvorsprung. Ist der Boden allzu dicht mit Blacken bewachsen, hilft die Einsaat einer Berggrasmischung und gleichzeitig ein wiederholtes Schneiden der Blacken, damit die Blätter das nachwachsende Gras nicht verdecken. 

Nach den ersten mechanischen Massnahmen sollten die Problemflächen möglichst früh und noch vor dem grossen Alpauftrieb mit Jungvieh abgeweidet werden. Die beste Massnahme gegen Problempflanzen ist ein gutes Weidemanagement. Büsche und Waldaufwuchs können warten und  geschnitten werden, wenn mehr Zeit oder Helfer zur Verfügung stehen, beispielsweise im Herbst. 

 

 

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