27.02.2019 18:42
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Initiative
SBV begrüsst Bundesrats-Entscheid
Am Mittwoch hat der Bundesrat bekanntgegeben, dass er die die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ablehnt und auf einen Gegenvorschlag verzichtet. Der Schweizer Bauerverband (SBV) ist erfreut über den Entscheid.

«Mit dem 2017 lancierten Aktionsplan Pflanzenschutz sind die Weichen bereits richtig gestellt. Dieser umfasst 50 Massnahmen, um den Pflanzenschutz zu optimieren. Dadurch werden die Risiken des Pflanzenschutzes gesenkt und die eingesetzte Menge halbiert», schreibt der Bauernverband am Mittwochabend.

Beim Pflanzenschutzmitteleinsatz gäbe es bereits Erfolge zu verzeichnen. «In den letzten fünf Jahren sanken die Verkäufe von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln um mehr als einen Viertel. Einen besonders starken Rückgang verzeichnen Herbizide und speziell Glyphosat. Dessen Einsatz hat sich in den letzten zehn Jahren fast halbiert. Zudem lässt sich eine starke Verschiebung von chemisch-synthetischen zu biologischen Pflanzenschutzmitteln feststellen», so der SBV.

Die Entwicklung gehe auch ohne die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» in diese Richtung. «Wichtig ist dabei nicht zuletzt, dass der Absatz mitmacht. Die Schweizer Konsumenten müssen bereit sein, bei ihrem Einkauf Bioprodukte zu bevorzugen und dafür einen Mehrpreis zu bezahlen», mahnt der Bauernverband. «Mit der steigenden Nachfrage stellen die Bauern automatisch die Produktion um. Ein staatlich verordnetes Angebot wäre der falsche Ansatz», heisst es weiter.

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