2.04.2019 15:52
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Pflanzenschutz
SBV: Verbesserungen eingeleitet
Die Forschungsanstalt Eawag und das Oekotoxzentrum haben nachgewiesen, dass kleine Bäche mit landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind. Der Schweizer Bauernverband anerkennt den Zustand. Der Aktionsplan Pflanzenschutz soll Abhilfe schaffen.

Eawag und das Oekotoxzentrum haben fünf kleinere Bäche mit landwirtschaftlich genutztem Einzugsgebiet von Frühjahr bis Herbst 2017 überwacht. Pro Standort fanden sich zwischen 71 und 89 Wirkstoffe, insgesamt 145, wie die Eawag am Dienstag mitteilte.

Bei allen fünf Bächen wurden Umweltqualitätskriterien überschritten. Der aktuell gültige Grenzwert (Anforderungswert) für organische Pestizide der Gewässerschutzverordnung von 0.1 µg/L wurde von 66 Wirkstoffen ein- oder mehrmals überschritten, darunter von den zwei Herbiziden Glyphosat und Mecoprop.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) anerkennt das Problem der Pflanzenschutzrückstände in kleineren Oberflächengewässern im intensiv genutzten Mittelland, wie es in Mitteilung von Dienstag heisst. «Es besteht Handlungsbedarf. Der Landwirtschaft sind saubere Gewässer und eine intakte Umwelt ebenfalls wichtig. Die Branche arbeite deshalb daran, ihre Arbeit stetig zu optimieren», hebt der SBV hervor.

Mit dem Aktionsplan Pflanzenschutz, der seit 2018 in der Umsetzung ist, soll die Belastung sinken. Der Aktionsplan will besonders kritische Stoffe ersetzen sowie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, ihr Eintrag in die Umwelt wie Gewässer und das damit verbundene Risiko minimieren. «Da der Aktionsplan erst nach den Untersuchungen der Eawag startete, ist dessen Wirkung in den vorliegenden Untersuchungen noch nicht erkennbar», schreibt der SBV. Nötig sei eine konsequente Umsetzung, um eine Verbesserung der Wasserqualität zu erzielen.

 


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE