27.05.2019 16:44
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/blu
Feuerbrand
Schweiz: Erster Feuerbrandbefall
In Galgenen im Kanton Schwyz wurde die erste Feuerbrandinfektion des Jahres entdeckt. Das Amt für Landwirtschaft des Kantons Schwyz bittet die Baumbesitzer, bei Verdacht die zuständige kantonale Fachstelle zu informieren. Der Feuerbrand kann bei Kernobstbäumen grosse Schäden verursachen.

In Galgenen SZ wurden schweizweit die ersten Feuerbrandinfektionen dieses Jahres gefunden. Die Bakterienkrankheit befällt Apfel- und Birnbäume mehrheitlich während der Blütezeit. Wenn es warm ist und Feuchtigkeit dazu kommt, steigt das Infektionspotenzial. «Über die warmen Tage um Ostern waren die Bedingungen für Feuerbrandinfektionen erfüllt, und so muss auch der Apfelbaum in Galgenen infiziert worden sein, an welchem letzte Woche nach der Latenzzeit die ersten Symptome aufgetreten sind», teilt die kantonale Behörde am Montag mit.

Die meldepflichtige Krankheit kann Kernobstbäume zum Absterben bringen. Feuerbrand kann nicht direkt bekämpft werden. Einen Befall erkennt man gemäss dem Amt für Landwirtschaft im Frühling und im Sommer an n-förmig nach unten hängenden Triebspitzen und an Blättern und Blüten, welche vom Stiel her absterben und bei Äpfeln braun, bei Birnen schwarz werden. Bei starken Anzeichen werden auch Schleimtropfen sichtbar.

Die beste Gegenmassnahme besteht darin, mit Feuerbrand befallenes Material grosszügig zu entfernen. Im schlimmsten Fall sind Bäume zu roden, um die umliegenden, noch nicht befallenen Bäume zu schützen. «Je früher ein Befall erkannt wird, desto erfolgversprechender ist die Bekämpfung mit einem Rückschnitt, ohne dass der gesamte Baum gerodet werden muss», heisst es in der Mitteilung weiter.

Landwirten wird empfohlen, die Apfel- und Birnbäume besonders genau zu beobachten. Bei einem allfälligen Fund soll der Befall der zuständigen Stelle gemeldet werden. Dies ist je nach Kanton der kantonale Pflanzenschutzdienst oder die Gemeinde.

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