16.10.2014 15:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Syngenta
Syngenta dank Preiserhöhungen mit mehr Umsatz
Der Pflanzenschutzmittel- und Saatguthersteller Syngenta hat im dritten Quartal 2014 dank Preiserhöhungen die Verkaufserlöse gesteigert. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent auf 2,98 Mrd. Dollar.

Während die Verkaufspreise im Schnitt um 3 Prozent angehoben werden konnten, blieben die Absatzmengen unverändert, wie das Basler Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat solo, dessen Vertrieb zurückgefahren wird, um die Profitabilität zu erhöhen, stieg der Umsatz um 5 Prozent, wie es weiter hiess.

Der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln wuchs um 3 Prozent auf 2,37 Mrd. Dollar, wie der Weltmarktführer weiter mitteilte. Im Saatgutgeschäft gingen die Verkäufe dagegen um 1 Prozent auf 473 Mio. Dollar zurück. In Lateinamerika baute Syngenta seine Erlöse um 3 Prozent auf 1,27 Mrd.Dollar aus. In Asien stiegen die Umsätze um 4 Prozent. «Die Schwellenländer entwickelten sich trotz des verspäteten Monsuns in Südasien weiterhin gut», erklärte das Unternehmen. Der Umsatz in Europa erhöhte sich um 2 Prozent, in Nordamerika lag das Plus bei 1 Prozent.

Analysten zeigten sich positiv überrascht vom Quartalsergebnis. Sie hatten im Schnitt einen tieferen Umsatz von 2,94 Mrd. Dollar erwartet. Denn der Markt habe die Jahresprognose und das Gelingen der Markteinführung des neuen Pilzbekämpfungsmittels Elatus stark in Zweifel gezogen.

Marge unter Druck der Wechselkurse

Ungünstige Währungseffekte hätten allerdings die Ertragskraft des Konzerns in den ersten neun Monaten belastet, erklärte die Konzernführung. Daher werde die operative Rendite (Ebitda-Marge) im Gesamtjahr niedriger ausfallen als die 19,7 Prozent vom Vorjahr.

«Angesichts der schwierigen Marktbedingungen liegt unser Fokus auf der Verbesserung der Profitabilität», erklärte Konzernchef Mike Mack. Erste Ergebnisse des laufenden Sparprogramms seien 2015 zu erwarten. Syngenta will die Kosten bis 2018 um eine Milliarde Dollar jährlich drücken. Am Umsatzziel hielt Syngenta hingegen fest. Weiterhin rechnet der Konkurrent von Bayer und Monsanto für das 2014 mit einem Umsatzwachstum von rund 6 Prozent für das integrierte Geschäft zu konstanten Wechselkursen. Nach neun Monaten liegt das Plus erst bei 4 Prozent.

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr sei vor allem vom Geschäft in Brasilien geprägt, erklärte Mack. Dort habe die Saison gerade erst begonnen und sei noch von Niederschlägen abhängig. Rund lief es für Syngenta in Brasilien im Geschäft mit dem neuen Pilzbekämpfungsmittel Elatus, das unter anderem gegen Sojarost eingesetzt wird.

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