Samstag, 23. Oktober 2021
26.08.2021 08:53
Agrochemie

Syngenta: Höhere Nachfrage wegen Klimawandel

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Von: awp

Die Kälte in Europa und Dürren in Amerika haben in der ersten Jahreshälfte 2021 die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln der Syngenta-Gruppe angekurbelt. Der Agrochemiekonzern hat deutlich mehr umgesetzt und das Betriebsergebnis gesteigert.

Alle Geschäftsbereiche der Gruppe seien zweistellig gewachsen, teilte Syngenta am Donnerstag mit. Der Agrochemiekonzern steigerte seinen Umsatz von Januar bis Juni insgesamt um knapp einen Viertel auf 14,4 Milliarden Dollar.

Biologischen Pflanzenschutzmittel

Alleine das chinesische Agrargeschäft (Syngenta Group China) erhöhte die Umsätze um knapp die Hälfte auf 4,2 Milliarden. Aber auch der grösste Geschäftsbereich Pflanzenschutz (Syngenta Crop Protection) legte um einen Fünftel zu auf 6,8 Milliarden.

Gegenüber dem ersten Quartal hat Syngenta das Tempo nochmals von 20 auf 28 Prozent gesteigert. Das Ergebnis im ersten Halbjahr spiegle grosses Interesse von Landwirten an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen wider, hiess es in der Mitteilung. Das Geschäft mit biologischen Pflanzenschutzmitteln sei um 27 Prozent gewachsen.

Zudem treibe der Klimawandel die Nachfrage an: Demnach griffen die Bauern vermehrt zu Syngenta-Produkten, um die Auswirkungen der anhaltenden Dürre in Nord- und Lateinamerika, der längeren Kälteperiode in Europa und weltweiten Überschwemmungen zu bewältigen. Aber auch die Pandemie erwies sich als Wachstumstreiber: Während der Covid-19-Pandemie hätten die Landwirte ihre Lagerbestände aufgestockt, was sich positiv auf das Wachstum im ersten Halbjahr ausgewirkt habe, schrieb Syngenta weiter.

Marge stabil

Die Gewinne stiegen dabei fast im Gleichschritt mit dem Umsatz. Das um Restrukturierungsaufwendungen und Wertberichtigungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm um 22 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar zu. Die Marge blieb damit stabil.

Zur Syngenta Group zählen neben dem Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern auch noch die israelische Adama und die Agrargeschäfte der in China beheimateten Sinochem.

Die im Besitz des chinesischen Staatskonzerns ChemChina stehenden Gruppe wurde 2020 formiert und will gemäss früheren Angaben noch dieses Jahr an die Börse. Zuletzt hat die chinesische Wertpapieraufsicht grünes Licht für einen Börsengang in Shanghai gegeben.

Syngenta war früher an der Schweizer Börse gelistet, wurde dann 2017 aber für 43 Milliarden Dollar von ChemChina geschluckt.

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14 Responses

  1. Der Titel ist falsch: es ist nicht wegen dem Klimawandel, sondern wegen dem Wetter!
    „Klimawandel“ ist ein nichtssagendes Wort wie „Wasserkreislauf“. Das Klima ändert sich ständig und das Wasser dreht sich ständig im Kreislauf. Nur wird dieses Wort „Klimawandel“ politisch-panikartig aufgeladen mit einem Inhalt, der trügt und schreckt.
    Das Klima und das Wetter bewegt sich seit Jahrtausenden immer in gewissen Grenzen: manchem trockener, nässer, wärmer, kälter, stürmischer, ruhiger, …

    1. Du legst dir das Zeug zurecht, wie es dir passt und widersprichst dir selbst. Vor einiger Zeit hast du in einem Kommentar Kent Hovid hochgelobt. Aber gemäss dem seiner Theorie gibt es keine „Jahrtausende“ oder eigentlich nur so etwa maximal zwei (Abraham hat bei seinem Grillplausch noch einen Dino verspeist und Ötzi war dazu eingeladen).

  2. Jonas Hartmann, danke für deinen Beitrag. Die Sintflut fand vor 4400 Jahren statt (das sind 4.4 Jahrtausende!). Seitdem gibt es das Wetter / Klima, wie wir das heute kennen. Dino’s gab es bis vor kurzem oder gibt es sogar noch heute (Nessie im Loch Ness in Schottland, die Drachen, die vom Heiligen Georg oder vom Heiligen Beatus, Berner Oberland, bekämpft wurden. Das sind nicht einfach Legenden).

    1. Du erinnerst mich an meinen 4jährigen Enkel. Der ist auch felsenfest davon überzeugt, dass es Drachen gibt (auch Schneewittchen, Dornröschen und Rotkäppchen exisistieren real) Dann hoffe ich mal, dass ich in nächster Zeit im Wald keinem Drachen in die Hände falle, da ich selten wie der heilige Georg eine Lanze mit dabei habe. Die auf der To-do-Liste stehende Schottlandreise knicke ich dann wohl auch – ich will ja nicht vom Nessie gefressen werden.

    2. Und übrigens noch: wie kommst du auf 4400 Jahre? Wer rechnet auf Grund von was so etwas aus? Wie geschichtsfremd ist dies? Oder kramst du da wieder irgendwelche Experten aus dem fundamental christlichen Milieu hervor, die keine Ahnng von nichts haben (aber z.B. für 10 Jahre Gefängnis verurteilt wurden wie Kent Hovid)?

      1. Gute Frage, Jonas. In der Bibel gibt es Geschlechtsregister mit Angabe der Lebensalter. 1. Mose Kapitel 5 und 6. Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam (1. Mose 7,5). Du solltest eben die Bibel lesen.
        Die strikte Chronologie der Bibel hat auch den Auszug Israels aus Ägypten auf das Jahr 1606 vor Christus festgelegt (statt irrtümlich auf 1250) und damit die archäologischen Funde in Ägypten, Jericho und Israel bestätigt. Sieh dir den Film von Timothy P. Mahoney an (Pattern of Evidence) an.

        1. Bibel lesen verlangt etwas gesunden Menschenverstand. 600 jähriger Moses ist wohl unmöglich. Wieso wird heute niemand mehr so alt? Generell: wieso passieren heutzutage keine Wunder mehr (Teilung des Roten Meeres, Vermehrung der Speisen anlässlich der Bergpredig, uvm.)?Hast du dier schon mal überlegt, dass hunderte von Übersetzungsfehlern in der heutigen Bibel sind? Diese wurde ja im Original nicht in Deutsch geschrieben (so eine Sprache gab es damals noch gar nicht).

          1. Die Bibel lesen verlangt den gesunden Menschenverstand. Richtig. Aber wenn du sie nicht liest, hilft dir auch der gesunde Menschenverstand nicht. Und um die Bibel zu verstehen, brauchen wir den Heiligen Geist. Den bekommen nur die, die an Jesus Christus glauben. Der fehlt dir, Jonas.
            Die Bibel ist sehr genau übersetzt. Das haben auch die Funde von Qumran bewiesen, die eine praktisch 100%-ige Übereinstimmung mit der heutigen Bibel zeigten. Wunder passieren auch heute, mehr als damals.

          2. Warum werden die Menschen nicht mehr so alt. Weil vor der Sintflut das Klima völlig anders war als heute. Es gab eine schützende Wasserschicht über der Atmosphäre, die ein ausgeglichenes Klima schuf. Diese Wasserschicht regnete bei der Sintflut ab. Zusammen mit den Quellen der Tiefe (Wasser aus der Erde) vermochten die Wassermassen die ganze damals noch viel flachere Erde (keine sehr hohen Berge) zu überfluten.

          3. Nur so ein Beispiel einer falschen Übersetzung: „Oben auf den Bergen opfern sie, und auf den Hügeln räuchern sie, unter den Eichen, Linden und Buchen; denn die haben feinen Schatten. Darum werden eure Töchter auch zu Huren und eure Bräute zu Ehebrechrinnen werden.“Hosea 4.13. In Israel gab und gibt es keine Linden. Soviel ich weiss auch keine Buchen. Aber ich nehme an, dass du ganz sicher noch einen „Experten“ findest, der den Alpen-Hahnenfuss in Palästina nachweist.

          4. Deine Aussagen zur Klimaänderung nach der Sintflut und der „schützenden Wasserschicht“ sind ja nun völlig abwegig. Erstens gibt es gemäss deinen hunderfach gemachten Aussagen keine Klimänderungen. Wer um Himmels Willen kommt zweitens auf so eine abstruse Idee einer „schützenden Wasserschicht“, „flachere Erde“ und „Quellen aus der Tiefe“? Und was soll dies alles mit mehreren hundert Jahren alten Mensch zu tun haben? Physiologisch gesehen ist einfach irgend einmal ein Ende.

          5. Zu deinen Wundern die heute passieren: Was sind das für welche? Wird doch mal konkret und liefere Beweise. Ich kann mich auf jeden Fall auf kein bewi8esenes Wunder in den letzten Jahrzehnten besinnen.

          6. 1. Elberfelder Bibel sagt: „Eiche und Storaxbaum und Terebinthe“. Die gibt es dort. Es geht darum, ob der Bibeltext glaubwürdig überliefert wurde. Das wurde er. Dann zweitens geht es, wie das übersetzt wird. Im Zweifel geht man immer auf die Texte in der Originalsprache zurück (Hebräisch bzw. Griechisch). 2. Am zweiten Schöpfungstag schuf Gott die Atmosphäre mit Wasser über der Atmosphäre (1. Mose 1,6.7). Du hast offensichtlich keine Ahnung von grundlegendenden Wahrheiten, Jonas.

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