4.02.2016 13:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Pflanzenschutz
Über 25'000 fordern Glyphosat-Verbot
25'340 Menschen fordern mit Greenpeace, den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz sowie der Stiftung für Konsumentenschutz ein Verbot des Pestizids Glyphosat in der Schweiz. Sie haben am Donnerstag eine entsprechende Petition bei den Parlamentsdiensten in Bern eingereicht. Glyphosat sei das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Schweiz, teilten die Organisationen mit. Jährlich würden 300 Tonnen davon versprüht.

Obwohl das Totalherbizid laut der internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft werde, habe die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im vergangenen November die weitere Zulassung von Glyphosat empfohlen.

Dieser Kniefall der EFSA vor der Pestizidindustrie sei unverständlich und ziehe ihre Unabhängigkeit in Zweifel. Bestehe der Verdacht auf ein Krebsrisiko, dann habe das Vorsorgeprinzip zu gelten und Glyphosat müsse verboten werden, fordert die Vereinigung der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz.

Die Behörden der Schweiz und der EU werden laut der Mitteilung in den nächsten Monaten über die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden. Weitere Bewilligungen auf Basis von unvollständigen Hersteller-Angaben seien ein unverantwortliches Experiment an Umwelt, Mensch und Tier, kritisiert Philippe Schenkel, Umweltwissenschafter und Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz.

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