15.08.2013 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
USA
US-Farmer spritzen statt beobachten
Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Dünger oder Pflanzenschutz als Versicherung für gute Erträge ist in den USA oft wichtiger als die Abschätzung von Schadschwellen.

Emerson Nafziger, Professor für Nutzpflanzen am Institut für Landwirtschaft, Konsumenten- und Umweltwissenschaften der Universität Illinois in Urbana-Champaign (USA), beobachtet bei seinen Gesprächen mit Landwirten in den Hauptanbaugebieten von Mais und Soja im Mittleren Westen der USA, dass diese zur Sicherung guter Erträge oft lieber etwas mehr Hilfsmittel bei der Produktion einsetzen als nötig wären.

Die Angst vor Ertragseinbussen infolge reduzierter oder ausgelassener Dünger- und Pestizideinsätze sei stärker als das Bewusstsein, Schadschwellen zu beachten und die Kulturen regelmässig zu beobachten. Je besser die wirtschaftliche Lage der Farmer und die Erträge sind, desto mehr finanzielle Mittel sind da, die in solche Hilfsmittel investiert werden können

Nafziger beobachtete zudem in seiner jahrelangen Arbeit an der Universität und in der Beratung, dass Vertreter von Unternehmen, die den Bauern Produkte verkaufen, zunehmend bessere Voraussetzungen haben, als Berater, die Schadschwellen erklären oder Tipps zur Pflanzenbeobachtung geben.

Nafziger ist Autor des englischsprachigen Illinois Agronomy Handbook, wo vor allem Mais- und Sojapflanzer aber auch weitere Landwirte Tipps für die Produktion finden. In der 24. Ausgabe ist es auch online abrufbar unter

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