1.10.2019 15:48
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Pflanzenschutz
Wegen Pilz: 75 t Bohnen vernichtet
Die Qualitätsanforderungen sind in der Schweiz hoch. In Bäriswil bei Bern musste Landwirt Mario Portner rund 75 Tonnen Verarbeitungsbohnen vernichten. Dies deshalb, weil 3 Prozent davon von einem Pilz befallen waren. -> Mit Video

Der Schweizer Bauerverband vermittelt der Bevölkerung auf der Facebook-Seite «Verantwortungsvolle Landwirtschaft», weshalb die Bauern auf Pflanzenschutzmittel angewiesen sind.

Landwirt Mario Portner säte auf 4 Hektaren Bohnen aus. Bei rund 3 Prozent der Kulturen wurde der Botrytis-Befall überschritten. Der Schaden entstand, weil eine Pflanzenschutzbehandlung ausgelassen wurde.

Portner führt die User in sein Feld. «Wir haben versucht, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren», erklärt der Bauer. So wurde das Unkraut mit zwei Hackdurchgängen maschinell bekämpft. «Dies funktionierte ausgezeichnet», führt er aus. Portner verzichtete auch auf den Einsatz von Fungizid.

Doch die Bohnen wurden von einem Pilz (Botrytis) befallen. «Wir können die Bohne nun nicht ernten. Es kommt nun zu einer grossen Lebensmittelverschwendung», macht er im Video deutlich. «Als wir den Befall feststellten, haben wir sofort mit der Ernte begonnen. Doch es nützte nichts mehr. Wegen den strengen Qualitätsanforderungen wurden die Bohnen abgewiesen», erklärt der Landwirt. 

Dem Landwirt bleibt nichts anderes übrig, als die Bohnen zu mulchen und damit zu vernichten. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE