Sonntag, 17. Januar 2021
11.06.2017 08:41
Pflanzenschutz

WWF kritisiert Paraquat-Einsatz im Sojaanbau

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Von: AgE

Für seine kürzlich getroffene Entscheidung, ein umfassendes Verbot des Herbizids Paraquat im Sojanbau um vier Jahre bis 2021 hinauszuzögern, hat der Runde Tisch für verantwortungsvolles Soja (Round Table on Responsible Soy – RTRS) jetzt Kritik des World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland geerntet.

Es stünden ausreichend andere Wirkstoffe zur Unkrautregulierung zur Verfügung, die weniger negative Folgen auf Mensch und Umwelt hätten als Paraquat, betonte der WWF. Außerdem nutze auch nach Aussage des RTRS bereits die Hälfte der zertifizierten Betriebe ohnehin kein Paraquat mehr.

„Unternehmen, die Soja etwa als Tierfuttermittel importieren, sollten bis Januar 2021 zusätzlich zur RTRS-Zertifizierung gentechnik-freie Line oder zur Zertifizierung nach ProTerra-System auf eine Paraquat-freien Sojaanbau achten“, so WWF-Referentin Birgit Wilhelm.

Derzeit führe kein Weg daran vorbei, bei Lieferanten aktiv Paraquat-Freiheit einzufordern oder Soja bereits nur noch aus Ländern zu beziehen, die den Einsatz von Paraquat im Sojaanbau gesetzlich untersagten. In der EU ist Paraquat schon seit Jahren verboten. Für den Sojaimport aus Ländern, in denen der Wirkstoff zugelassen ist, gelten allerdings Ausnahmeregelungen. Das trifft zum Beispiel auf Brasilien zu. 

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