Mittwoch, 21. April 2021
04.02.2021 16:25
Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel in Böden weit verbreitet

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Von: sda

Pflanzenschutzmittelrückstände sind gemäss der Forschungsanstalt Agroscope in Schweizer Böden, überwiegend aber in sehr tiefen Konzentrationen,  weit verbreitet – auch auf biologisch bewirtschafteten Feldern. Auf das mikrobielle Bodenleben und nützliche Bodenpilze könne sich das negativ auswirken. 

Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung der Forschungsanstalt Agroscope. In der schweizweiten Studie hat Agroscope 100 Acker- und Gemüsebaufelder untersucht, die biologisch, konventionell oder mit Direktsaat bewirtschaftet wurden. 

Wenig Infos über Boden

Diverse Studien hätten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Wasser analysiert, erklärte Marcel van der Heijden, Leiter der Forschungsgruppe «Pflanzen-Boden-Interaktionen», gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Bisher habe es aber noch kaum Information darüber gegeben, wie viele Rückstände sich im Boden befinden, deshalb sei dies untersucht worden. Zudem sei noch kaum bekannt, wie die Rückstände das Bodenökosystem und das Bodenleben beeinflussen.

Verbotene Mittel nachgewiesen

Die Bodenproben wurde auf 46 unterschiedliche Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. In allen untersuchten Standorten wurden Rückstände gefunden. Das ist nicht weiter überraschend, da die Landwirte Pflanzenschutzmittel ausbringen und diese sich im Boden wiederfinden.

Überraschend dabei sei aber, dass auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen wurden, die in der Schweiz nicht mehr verwendet werden dürfen, so van der Heijden. Als Beispiel nannte Agroscope Atrazin, dessen Bewilligung im Jahr 2007 zurückgezogen wurde. Auch in 40 Bio-Feldern wurden Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. 

Lange Abbauzeit

Die Rückstände waren überwiegend in sehr tiefen Konzentrationen im Mikrogramm-pro-Kilogramm-Bereich vorhanden. Auch in den Böden, die bereits über einen längeren Zeitraum biologisch bewirtschaftet wurden (>20 Jahre), hätten noch Rückstände von bis zu 16 verschiedenen Wirkstoffen nachgewiesen werden können. Entweder stammten die Rückstände aus der Zeit vor dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, oder sie seien durch Wind oder Wasser aus benachbarten Feldern eingetragen worden, schreiben die Forschenden.

Dies zeige, dass die Abbauzeit sehr lange sein kann, erklärte van der Heijden. Teilweise länger, als aufgrund der Labordaten zur Abbaubarkeit zu erwarten sei.

Langfristige Auswirkungen

Die Konzentration und Anzahl an Pflanzenschutzmittelrückständen im Boden haben gemäss Agroscope statistisch eine negative Beziehung zum mikrobiellen Bodenleben. Je mehr Pflanzenschutzmittel es in einem Boden gebe, desto weniger nützliche Pflanzensymbionten gebe es. Pflanzensymbionten sind wichtig für den Austausch der Nährstoffe im Boden.

Gemäss Agroscope deutet dies darauf hin, dass Pflanzenschutzmittel langfristige Auswirkungen auf das Bodenökosystem haben könnten, da sie zum Teil lange im Boden bleiben. Zwar legen die vorliegenden Resultate gemäss Agroscope negative Auswirkungen auf das mikrobielle Bodenleben nahe. Die Studie war aber nicht darauf ausgelegt, eine eigentliche Kausalität zwischen den gemessenen Konzentrationen und dem Bodenleben, der Bodengesundheit oder der Bodenfruchtbarkeit zu testen.

Hierfür brauche es weitere Versuche unter kontrollierten Bedingungen. Ein entsprechendes Agroscope-Projekt ist geplant.

Zudem führt Agroscope ein mehrjähriges Bodenmonitoring durch, um die vielfältigen Massnahmen des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel, mit denen die Umweltbelastung durch Pflanzenschutzmittel reduziert werden soll, bewerten zu können.

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29 Responses

  1. Jetzt müssen die Bio Bauern und die Kleinbauern dringend zusammenhalten.
    Ich Glaube in Zukunft kann es nur mit mehr Bio weitergehen. Die Kinder werden euch sicher einmal Danke sagen .

    1. Ja, mehr Bio. Bio heisst Leben. D.h. mehr Vernunft, mehr Verhältnismässigkeit, mehr Verfassungstreue, mehr Freiheit, mehr Familie, mehr Kinder, mehr Ertrag, mehr Segen. W. Müller, Sie haben recht, mehr Bio (Leben) ist die Lösung: Leben und leben lassen.
      Und wenn jemand eine Religion sucht, sei er überzeugter Bio-Anhänger, oder Klima-Aktivist, … dann bietet sich der einzige verfassungsmässige Glaube an Gott, den Allmächtigen an (Präambel der BV).
      Dann werden wir alle in Frieden leben können.

    2. W. Müller, wenn Sie wollen, dass Ihnen Ihre Kinder danken, dann sollten Sie sich für die dringlichsten Probleme einsetzten. Im Moment ist das die Regulationswut. Setzen Sie sich gegen die Maskenpflicht und gegen den faktischen Impfzwang ein? Ich höre so nichts von Ihnen, liebe /r W. Müller.
      Diese diktatorischen Regulierungen schaden nicht nur der Landwirtschaft, sondern der ganzen Wirtschaft, Gesellschaft, dem Zusammenleben, dem Frieden. Denken Sie ein bisschen umfassender, W. Müller!

  2. Schade, dass im Artikel nicht explizit auf die Kupferproblematik in Bioböden eingegangen wird. Cu ist gar nicht abbaubar.
    Die Kinder werden einmal in einer weit stärkeren Abhängikeit von Lebensmittelimporten leben als heute. An 4-5 Tagen pro Woche ernährt die Kinder das Ausland und am Wochenende feiern sie Bio-Heimattage.

  3. Den Letzten beissen die Hunde. Machen wir eine Sammelklage gegen Novartis, Syngenta und Co. Wir hatten nur zugelassene PSM ausgebracht!!!

    1. Heinz, grundsätzlich hast recht. Als Anwender muss man dem Hersteller und der staatlichen Zulassungsstelle vertrauen können. Für eine Klage muss aber ein beweisbarer Schaden vorhanden sein. In diesem Fall wird es nicht möglich sein, einen unmittelbaren Schaden nachzuweisen. Das Vorhandensein eines PSM Rückstandes ist kein Schaden.

  4. Hier passt der Vergleich von einem Freund von mir, der sich in diesem Forum „Grüner“ nennt (etwas abgewandelt): Wie handeln die Panikmacher (ob bei Klima, Biodiversität, PSM, …):
    Jemand pinkelt in Thun in die Aare, in Bern wird eine Wasserprobe entnommen und analysiert und prognostiziert, dass bald – ohne einschneidende Regulierungen- alle Fische sterben werden.

      1. Haben Sie meinen Kommentar oben gelesen, W. Müller? Ich denke umfassend über die Landwirtschaft und über die Zukunft nach, nicht mit den Bio-Scheuklappen wie Sie. Sie glauben an Bio wie man nur an Gott glauben sollte. Sie sind auf einem ideologischen Irrweg und glauben den materialistischen Lügen der sog. Wissenschaft.

    1. Mit meinem Vergleich hat das nichts mehr zu tun und mein Freund ist Furrer auch nicht. Aber das zeigt: Den Grünen werden offensichtlich immer wieder Wörter in den Mund gelegt, die sie gar nicht sagten.

      1. Dein Vergleich, ein wenig angepasst, war so treffend. Ich bin dir freundlich gesinnt, also bin ich dein Freund. Dass du feindlich gesinnt bist, passt zum roten Inhalt deiner Melonenpartei. Die leben von Feindschaft, Klassenkampf, Unversöhnlichkeit.

        1. Wenn einer nicht mein Freund ist bin ich ihm nicht automatisch feindlich gesinnt und er ist auch nicht mein Feind. Ich bin nicht im Krieg und möchte auch nie einen erleben. Wenn jemand ständig von Feindschaft, Lügen, Volksverhetzung, Klassenkampf usw. schreibt oder Sozialisten mit Nationalsozialisten gleichsetzt, fördert das den Frieden nicht, auch wenn er dann noch Gott nachschiebt. Wo solches hinführt, kann man ennet dem grossen Teich anschauen. Zwischen schwarz und weiss ist grau.

          1. Die Wahrheit macht frei. Und die fehlt den Grünen völlig. Wie das auch hier ersichtlich ist. Es werden Probleme geschaffen, bewirtschaftet, übertrieben, nur um Panik zu schüren und im Prinzip das Volk zu verhetzen. Die grössten Feinde der Gesellschaft sind diese Panikmacher. Und dazu gehören die Grünen, Sozialisten, auch einseitigen Wissenschaftler (bezahlt von grün-unterwanderten Behörden), …

      2. Das Wörter in den Mund legen. Wie war das schon mit deiner Verdrehung meiner Aussage. Ich sagte, Panikmache ist Volksverhetzung. Du hast mir in den Mund gelegt, ich hätte gesagt: „Klimawandel sei Volksverhetzung.“.
        In der Opferrolle gefallt ihr euch auch sehr gut, ihr Grünen. Eben, es braucht für euch immer Opfer und Täter, damit es einen Klassenkampf gibt. So wie die Katze das Mausen nicht lässt, so lässt der (Melonen-) Grüne (aussen grün und innen rot) den Kommunismus nicht.

        1. Neben Molonengrünen gibt es noch Schnittlauch- und Gurkengrüne. Die Chance dass ich einer von den dreien bin ist je ein Drittel. Aber Furrer weis natürlich besser als ich was ich bin. Übrigens bin ich in keiner Partei Mitglied und wähle auch meist Leute von mehreren Parteien. Es gibt überall schlaue und weniger schlaue. Aber heute ist ja Mode, dass man Leute einfach in eine Schublade wirft.

          1. Ich meine natürlich, dass die Gurkengrünen ganz grün sind. Was du bist, Grüner, kann ich nur aus deinen Kommentaren herauslesen. Ohne ihre Panikmachen (und die sind kommunistisch gesteuert), hätten die Grünen in der Form gar keine Existenzberechtigung. Denn es gibt niemanden, der eine zerstörte Umwelt will. Und wenn es den durch und durch Grünen wirklich um die Rettung des Planeten geht, dann sollten die dahin gehen, wo die meisten Umweltsünden begangen werden: nach China – und dort aufräumen.

      3. Es ist mir noch ein anderer Vergleich im Zusammenhang mit der PSM-Panikmache in den Sinn gekommen. Ihr Grünen seid ja anscheinend so gegen GVO und fremde Stoffe. Warum höre ich von dir (und von den Bioleuten) nichts gegen die Covid-19-Impfung? Da sind doch völlig körperfremde Stoffe drin (u.a. Nanopartikel), die vermutlich sogar das eigene menschliche Genom ändern können. Warum sagt ihr nichts dagegen? Oder warum sagt ihr nichts gegen die völlig gesundheitsschädliche, unnütze Maskenpflicht?

      4. Ich wollte auf den Urheber der Idee vom Pinkeln in Thun in die Aare und von Bern, wo das Ergebnis beurteilt wird, hinweisen. Und er Urheber bist, verdankenswerterweise du, Grüner. Ich finde, meine Anpassung ist noch etwas näher an der Realität. Denn so läuft es doch: wenn etwa (scheinbar) analysiert und quantifiziert werden kann, wird daraus eine Panik geschaffen, sei es CO2, PSM, Biodiversität, Covid-19, …

      1. Due Wahrheit kann nicht schaden. Die Wahrheit schadet nur der Lüge, Halbwahrheit, Unverhältnismässigkeit, die von Behörden und Umweltverbänden betrieben wird. Verhältnismäßigkeit ist aber eine verfassungsmäßige Pflicht. Wenn das die Verantwortlichen nicht befolgen, muss es von den Bürgern gefordert werden.

    1. Ich hebe den Kopf hoch, denn ich glaube an Jesus Christus. Wenn Sie, W. Müller, eine Zukunft für Ihre Kinder wollen, dann sollten Sie jetzt Ihrer Stimme gegen jeden Zwang und jede unnötige Regulierung erheben. Machen Sie offensichtlich nicht. Ich höre nicht, wie Sie gegen die unsinnige, verfassungswidrige Maskenpflicht reden. Werden Ihnen Ihre Kinder das danken?

      1. Beat Furrer, ich weiss jetzt entlich wer du wirklich bist, mich erstaunt ja schon dein verhalten immerwieder. Ich weiss jetzt dass du Jugendarbeit machst und von Beromünster kommst. Wissen die Eltern dieser Kinder was du sonst da noch so treibst. Ich würde dir ganz sicher nicht meine Kinder überlassen. Ja du hast mich auch gesehen, nur wusstest du nicht wer an dir vorbeigefahren ist letzte woche. Du hast doch den Limusin und Schweinemastbetrieb da an der Strasse und rechts davon dein Wohnhaus…

        1. Nein, Othmar, der bin ich nicht. Weder komme ich von Beromünster noch wohne ich in Beromünster. Ich wohne nicht im Kanton Luzern. Es gibt verschiedene Beat Furrer.

          1. lieber beat,
            in der bibel steht , du sollst nicht lügen.
            in einem anderen kommentar hast du dich als luzerner bezeichnet. musst wohl am abend beichten und einen rosenkranz betzen , dann ist alles wieder gut.

          2. Seppli: Da ist eben die Kunst des Lesens und der richtigen, nicht voreiligen Interpretation gefragt. Ich bin ein waschechter Luzerner, von meinen Eltern und Grosseltern her, wohnte auch im Kanton Luzern. Jetzt aber nicht mehr.

        2. Othmar, du schreibst so, als ob ich ein Verbrecher wäre. Ich schreibe Worte, die wahr und notwendig sind. Edmund Burke hat gesagt: „Die einzige Voraussetzung für den Triumph des Bösen ist, daß gute Menschen nichts tun.“ Wenn wir schweigen, nimmt das Böse überhand.
          Wir sind verpflichtet, aus der Bundesverfassung, Artikel 6, dass wir uns aktiv am Geschehen im Staate beteiligen. Das mache ich mit bestem Wissen und Gewissen.

        3. Othmar, ich weiss nicht ob du das hier noch liest.
          Was du hier betreibst ist unterste Schublade. Die Ansichten von Beat mögen schräg rüberkommen, aber er steht mit seinem Namen hin. Das nutzt du um ihn hier schlecht zu machen, ihm etwas zu unterstellen.
          Genau wegen solchen Machenschaften bleibe ich anonym.
          Zum hundertsten mal: Bleib anständig.

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